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  • Blergh

mehr als 1000 Beiträge seit 13.10.2011

Das ist keine Norm.

Frutsch schrieb am 22.03.2016 21:44:

Wie man an einigen Kommentaren sieht, weiß auch hier nicht jeder, was DVB T2 HD ist. Es ist nämlich nicht DVB T2 "in hoher Auflösung", es ist eine eigenständige Norm, die zu DVB T2 NICHT kompatibel ist. D.h., die heute angebotenen "HD-fähigen" DVB-T2-Geräte sind für Deutschland nicht geeignet. Die funktionieren überall im Ausland um Deutschland herum, zur Zeit auch hier, nach der Umstellung aber nicht mehr.

"DVB-T2 HD" ist der Marketingname, keine Norm.

Es wird verwendet:
1.) DVB-T2 v1.3.1
2.) HEVC als Videoformat

Ad 1.:
Die Festlegung auf v1.3.1 hat keine zwingenden technischen Gründe. Der Unterschied zum "alten" DVB-T2 besteht in einer Erweiterung für spezielle Muxe zum mobilen Empfang ("T2-Lite"). Auf stationäres Fernsehen hat das keinen Einfluss, und eine höhere verfügbare Datenrate bekommt man dadurch auch nicht.

Was man aber damit schafft, ist, dass fast alle bestehenden DVB-T2-TV-Geräte in D die Muxe von "DVB-T2 HD" nicht empfangen demodulieren können (also Daumen mal Pi alles älter als 2015). Klingt blöd, ist aber aus dem Kundendienst-Blinkwinkel der Unternehmen gut, denn...

Ad 2.: ... durch den Sonderweg mit HEVC gibt es praktisch kein kompatibles TV-Gerät in D.
Somit filtert man alle Geräte raus, die eventuell den DVB-T2-Mux empfangen und demodulieren könnten, aber natürlich mit dem Videoformat nichts anfangen können.

Ein Taschenspielertrick, der aber einen Sinn hat.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (22.03.2016 22:33).

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