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  • hdwoernd

71 Beiträge seit 26.06.2001

Wie es bei uns in Österreich ist...

Ich unterrichte in Österreich an einer technischen Schule und kann von hier berichten: Die Regierung mietet für zig Millionen Euro im Jahr Office365 für die Schüler.

Die Authentisierung läuft von MS in unser lokales ActiveDirectory, die Schüler können dann Office zu Hause installieren und bis zum Austritt aus der Schule nutzen. Cloud-Speicher ist dabei, blöderweise allerdings keine Email-Dienste.

Lokal könnte das OneDrive verbunden werden, bringt aber einen Sack von Problemen mit sich. Z.B. hunderte MB Downloads, die dann im %APPDATA"-Profil herumlungern, wenn man nur angemeldet ist aber gar keine Daten gespeichert hat. Support: 0

Die Übungen zu Office-Programmen mache ich historisch bedingt (für 2 Jahre wurden allen Berufsbildenden höheren Schulen als "Verhandlungsmasse" die Lizenz entzogen) mit LibreOffice als auch mit MS Office und stelle es den Schülern frei, welche Software sie verwenden.

Diese Übungen sind schon ein paar Jahre alt und lassen sich mit MS Office immer schwerer korrekt umsetzen. Es ist definitiv in MS Word schwieriger, Kopfzeilen selbst zu gestalten, Ränder von Tabellen zu färben wie man will oder mit Verzeichnissen zu arbeiten. Ich habe den Eindruck, Office wird zu einer Sammlung unnötiger Wizards. Die Word-Benutzer tippen heutzutage fast ausschließlich Texte mit der Standard-Vorlage, alles andere ist zu kompliziert und ich denke, nicht gewollt. Offensichtlich wird die schlechte Usability, wenn Word beim Einfügen einer Formel groß Vorschläge macht, welche man denn wolle und ganz klein im Menü man eine eigene zusammenklicken darf.

Mein Fazit: Die "professionellere" Textverarbeitung ist sicherlich mittlerweile LibreOffice, aber Profis müssen halt nehmen, was der Chef kauft.
Und es gilt noch immer der alte Spruch "Wer von Microsoft kauft wird nicht gefeuert."

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