Menü
Avatar von thobadin
  • thobadin

424 Beiträge seit 10.06.2015

Der rechtliche Rahmen

Moin!

Wie bei allen Berichten zum Thema autonomes Fahren wird auch hier die rechtliche Lücke nur am Rande erwähnt.
Nehmen wir mal an, dass dieses hochmoderne autonome Fahrzeug, jemanden Anfährt (hoffentlich überlebt er dies, 50km/h ist kein Pappenstil). Nehmen wir weiterhin an, dieser jemand hat keine Schuld, es soll ja schon vorgekommensein, dass autonom-, oder mit autopilotfahrende Fahrzeuge in stehende Fahrzeuge gefahren sind. Wer ist jetzt rechtlich Schuld?
Die Hochbahn Hamburg als Betreiber?
Die sagen wahrscheinlich, war ein Softwarefehler und verweisen auf den Hersteller.
Also der Hersteller?
Der verweist auf die Firma die die Software erstellt hat.
Also die Softwarelieferanten?
Die verweisen darauf, dass bei einer sachgemäßen Anwendung ihres Produktes zu keinem Unfall gekommen wäre, vielleicht sogar, dass die Software ständig überwacht werden muss (siehe Tesla).
Also doch wieder der Betreiber?
Nein, der sagt, alle Genehmigungen haben vergelegen und da das Fahrzeug sachgemäß eingesetz wurde.....
Also die Genehmigungsbehörden?
Die weisen nach, dass alle relevanten Gesetze eingehalten worden sind und es einen Beschluß der Stadt und des Landes Hamburg gibt.
Also die politisch Verantwortlichen?
Haha, guter Witz, siehe z.B. Loveparade Duisburg!

Am Ende wird festgestellt, dass der unschuldig Angefahrende die Schuld trägt, denn es gehört zum "lebensrisiko" von autonom fahrenden Fahrzeugen angefahren zu werden, außerdem sind diese gekennzeichnet, dass hätte der Fußgänger beachten sollen.
Der Kläger trägt die Kosten des Verfahrens, dass nach 12 Jahren und 3 Instanzen beendet ist.

Wem dass zu einseitig ist, der schaue sich unser Rechtssystem mal genauer an.

Gruß
Thomas

Bewerten
- +
Anzeige