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  • McByte

mehr als 1000 Beiträge seit 26.09.2000

Re: Was wohl wirklich hinter eVoting steckt:

Kernelpatch schrieb am 15. Mai 2009 12:03

> Michael Meyer schrieb am 15. Mai 2009 11:53

> > FrogmasterL schrieb am 15. Mai 2009 11:39

> > Es gibt bei einer Wahl keine Möglichkeit mit "Nein" zu stimmen. Du
> > hast nur die Möglichkeit, konstruktiv mitzuarbeiten.

> Schade eigentlich.
> In der Schweiz gibt es bei einigen Wahlen tatsächlich die Möglichkeit
> "Keiner von denen" zu wählen.
> Und wenn sich eine Mehrheit dafür entscheidet, wird es auch keiner
> von denen.
> Stattdessen gibt es eine neue Wahl; oft mit neuen Kandidaten.

Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Ein anderer Vorschlag
von mir wären randomisierte Wahlperioden, um Saisonarbeit und
Wahlkampftaktik zu unterbinden. 

Im Falle des Bundestages ginge das so: 

An einem öffentlichen Ort wird eine transparente Urne mit 200 weißen
Kugeln aufgestellt. 149 davon enthalten einen Zettel mit "Nein", 50
einen Zettel mit "Kontrolle" und eine enthält einen Zettel mit "Ja". 

Die Urne wird ständig mehrfach per Web-Stream und Videoaufzeichung
überwacht, außerdem erhält jeder Bürger jederzeit Zutritt zum Saal
mit der Urne, darf sich selbiger aber nur bis auf einen
Manipulationen ausschließenden Abstand nähern. Hier ist maximale
Öffentlichkeit Pflicht. 

Einmal pro Woche wird in öffentlicher Ziehung eine Kugel aus der Urne
gezogen. Deren Inhalt bewirkt folgendes: 

"Nein":      es passiert nichts. 

"Ja":      es ist zwingend innerhalb von 14 Tagen eine Neuwahl
durchzuführen

"Kontrolle": unter Kontrolle eines Prüfgremiums, an dem je zwei
Vertreter aller Fraktionen beteiligt sind, werden alle Kugeln
geöffnet und kontrolliert, daß sich genau 149 "Nein"-, 50
"Kontrolle"- und eine "Ja"-Kugel in der Urne befinden. 

Diese Kontrolle kann außerdem einmal pro Woche auf Antrag einer
beliebigen Fraktion ad hoc erzwungen werden, wobei zwischen Antrag
und Kontrolle niemand den Saal verläßt. 

Das Ergebnis davon ist, daß keine Regierung mehr weiß, wie lange sie
regieren darf/muß/kann. Es können jederzeit kurzfristig Neuwahlen
angesetzt sein, auch wenn die durchschnittliche Wahlperiode bei 200
Monaten (also ca. 4 Jahren) bleibt. Dadurch wird Taktieren,
Populismus und Wählerverarschung viel unattraktiver. 


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