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  • Sayton

2 Beiträge seit 06.03.2017

Verschwendung von Forschungsgeldern

So soll das also funktionieren :

Eine mit Luft unter Normaldruck gefüllte Hohlkugel von 30 (!!) m
Innendurchmesser wird auf eine Wassertiefe von 700 m abgesenkt.

1. "Entladen"
Das einströmende Wasser treibt eine Turbine an, die über
einen Generator Strom erzeugt. Das einströmende Wasser
verdichtet die Luft in der Kugel bis sich ein Luftpolster
mit 70 bar ausgebildet hat.

2. "Aufladen"
Eine elektrisch betriebene Pumpe entleert dann die Kugel wieder
bis sich in ihr ein Unterdruck nahe dem Sättigungsdampfdrucks
des Wassers aufgebaut hat.

Das Gerät funktioniert also nach dem Prinzip einer Hydrophore,
also ähnlich wie eine Hauswasseranlage. Im 19. Jahrhundert war dies
sicher eine tolle Erfindung ! Warum aber solche Ideen noch heute
mit Forschungsgeldern des BMWi, also mit unseren Steuergeldern,
gefördert werden verstehe ich nicht.

Noch eine Anmerkung : Das Luftpolster in einer Hauswasseranlagen muß
regelmäßig neu aufgebaut werden, da immer etwas Luft daraus entweicht.
Bei einem Gerät in 700 m Wassertiefe dürfte dies etwas schwierig sein.

Neben vielen anderen technischen Problemen, auf die ich hier nicht eingehen
möchte, sollte man auch noch auf das geringe Speichervolumen von angeblich
nur 20 MWh (4 Std a 5 MW) hinweisen. Für längere Starkwindperioden wären
Speichervolumen von mindestens 5 TWh erforderlich ! Auszurechnen wieviele
solcher Kugeln hierfür benötigt würden überlasse ich dem Leser.

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