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  • x-beliebig

mehr als 1000 Beiträge seit 15.06.2003

und was ist, wenn ich gerade teure "Günther Jauch"s nicht unterstützen möchte?

der öffentlich rechtliche Rundfunk hatte einen Auftrag, den man
durchaus nachvollziehen kann. Er sollte Vollprogramme zur Verfügung
stellen, als die Gerätelandschaft noch ganz anders aussah. Damals
konnte ich mir Bewegtbildunterhaltung nur in die gute Stube holen,
wenn man auf einem geeigneten Gerät für viel Tausende, wenn nicht
Millionen in den Sendeanstalten, einen Film abspielte und diesen über
die Frequenzen der Sender des öffentlich Rechtlichen Rundfunks
ausstrahlte. Oder man hat Lievesendungen produziert, die tatsächlich
mit dem Rundfunksystem ökonomisch verteilen konnte und kann.
Heute stehen wir aber einer komplett anderen Infrastruktur gegenüber.
Wer sich von Günter Jauch (ich nehme ihn mal als Millionär des
Medienzeitalters als Beispiel, da er genannt wurde) unterhalten
lassen möchte kann dies heute auch über einen Stream über das
Internet machen. Das ist vollkommen getrennt von der Notwendigkeit
zur unabhängigen Berichterstattung. Trotzdem wird der öffentlich
Rechtliche Rundfunkt mit heute schon 22 Fernsehsendern immer weiter
ausgebaut und liefert längst auch Spartenprogamme. Wenn ich mich in
meinem Bekanntenkreis umsehe, dann bekommen selbst die Kinder ihre
Dosis an Bewegtbildern mittlerweile über Streams aus dem Internet
zugeführt. Das Fernsehen mit seiner zu teuren Produktionsweise ist
mittlerweile nur noch ein Kanal unter vielen. Leider spiegelt sich
das in den Entscheidungen der Politik nicht wieder. Alte Seilschaften
werden gepflegt und Posten unter der Hand geschachert.
Und nun darf ich ab Januar das Medium, vor dem ich _bewusst_ geflohen
bin wieder mitfinanziert, damit das einzige Schlarafenland, das
wirklich existiert, auch weiter nicht über Kosten nachdenken muss.

Und mal ganz nebenbei: nicht nur für "Schwarzseher" wird es eng. Das
ist eine Begrifflichkeit, die eigentlich unterstellt, dass jeder, der
keinen Fernseher angemeldet hat schwarz sieht. Wer mich und meine
Familie kennt, weiß, dass wir keine Fernseher haben! Und da sind wir
nicht alleine. Das Problem es öffentlich rechtlichen
Fernseh(rundf)unks
ist, dass tatsächlich in den letzten Jahren weniger Menschen sich die
Birne mit dem Mist, der da gesendet wird weichkochen lässt.

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