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  • dazk

mehr als 1000 Beiträge seit 10.03.2001

Ich verstehe es nicht.

Schule, Mat/Nat LKs: 30% Mädchen, 70% Jungen
Informatikstudium: 10% Frauen, 90% Männer (ggf. heute etwas anders, aber die Leute in den relevanten (Führungs-)positionen, um die es ja immer geht, haben ihr Studium schon etwas länger hinter sich und da war der Schnitt noch etwa so.
Job (, wenn er denn Fachbezogen ist): 10% Frauen, 90% Männer
Führungsebene: 10% Frauen, 90% Männer

Ich freue mich immer über Kolleginnen im Team und habe auch keinen Stress mit einer Chefin, warum auch. Aber ein Ausgeglichenes Mengenverhältnis im Job bzw. vor allem in der Führungsebene kann bei der oben dargestellten Zahlenreihe nur durch Zwang erreicht werden, der per Definition unfair ist und die Männer diskriminiert. Dazu kommt dann noch die Tatsache, dass es für Frauen, die einen Kinderwunsch haben, etwas schwieriger ist, Karriere zu machen. Das zu verändern, sollte weiterhin das Ziel sein. Aber gerade bezogen auf die IT ist das nur ein kleiner Zusätzlicher effekt, nicht der Grund für das unausgeglichene Zahlenverhältnis.

Wenn Frau wirklich ein ausgeglichenes Mengenverhältnis ziwschen Mann und Frau in IT Berufen erreichen möchte, dann müsste man Mädchen schon in der Schule in die entsprechenden Kurse zwingen. Anschließend müsste man sie in die entsprechenden Ausbildungen zwingen. Und dann dürfen sie natürlich auch keine Jobs annehmen, die nicht zur Ausbildung passen. Aber das geht natürlich nicht, weil es die Selbstbestimmung einschränkt. Und natürlich ist es richtig, dass es nicht geht.

Also bleibt nur das Gejammer, das im Moment über viele "Männer-Berufsbilder" stattfindet. Und da man die Mädels nicht in diese Berufe zwingen kann, muss man die viel größere Zahl von Männern diskriminieren um Zahlenmäßigen Gleichsstand zu erreichen. Natürlich sind nur die gut bezahlten Führungsjobs hier für die Quote interessant. Wenn's um Jobs geht, in denen brutale Timelines durch wilde Überstunden und hohen Druck gehalten werden müssen, dann ist die Ungleichverteilung natürlich nicht so relevant.

Ich verstehe wirklich nicht, wieso derartig irrationales Geschwätz in der heutigen Zeit so viel mediale Aufmerksamkeit erhält und wieso dann plötzlich alle so betroffen tun.

Im übrigen wurde hier ja schon mehrfach erwähnt, dass dieses Misverhältnis bei Müllentsorgung, Gerüstbau, Tankbau nicht als Problem angesehen wird. Warum nicht? Und andersherum sieht Frau es auch nicht als problematisch an, dass die Mengenverteilung bei Grundschullehrerinnen, Erzieherinnen genau andersherum ist. Warum nicht?

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