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  • Captain Data

mehr als 1000 Beiträge seit 10.01.2003

Erstmal müssen Computerspiele als eigene Kunstform verstanden werden ...

... und auch wie Kunst behandelt werden.

Es gibt mE auch keinen Grund, Spiele nicht als Kunst anzusehen, denn:

- Filme & Theaterstücke gelten als Kunst
- Bücher gelten als Kunst
- Musik gilt als Kunst
- Gemälde gelten als Kunst
- Skulpturen gelten als Kunst ...

Und was davon findet sich nicht in Computerspielen wieder?
Im Prinzip sind Computerspiele interaktive Geschichten, mal mit mehr,
mal mit weniger tiefschürfendem Plot. Die Erzählmethodik ist über
Cutscenes oft an Filme angelehnt, es gibt akkustische Untermalungen
passend zum Geschehen. Rollenspiele weisen zudem alle Charakteristika
auf, die einem fiktiven Roman entsprechen, Hauptcharaktere werden
genauso aufgebaut wie Protagonisten in einem Buch, Erzählstränge
ähneln denen einer (Kurz)Geschichte usw usf.
Um ein Spiel grafisch darzustellen, benötigt es 2D- und 3D-Art - was
effektiv den "Gemälden" und den "Skulpturen" entsprechen könnte.

Wenn erstmal Spiele endlich als Kunstform begriffen werden, dann wird
auch endlich aufgehört werden, mit der Zensurschere "missliebiges" zu
beseitigen. Kunst ist an sich nicht politisch, kann aber politisch
missbraucht werden.

Und JETZT können wir uns drüber unterhalten, ob Deutschland "mehr
Spielentwickler" braucht, wie diese unterstützt werden sollen, ob es
noch zulässig ist, bestimmte Spielgenres abzulehnen ("Killerspiele")
oder ob man sie einfach machen lässt.
Denn bis jetzt ist das Klima für deutsche Spieleentwickler längst
nicht so gut, wie es sein könnte, trotz einiger Spieleperlen "made in
Germany".

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