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  • phragmadia

mehr als 1000 Beiträge seit 28.04.2015

Re: Update: nicht die Android ID sondern die IMEI

Man kann also mehrere IMEIs an Googles Dienste koppeln, sofern man das möchte schön.

Trotzdem stellt eine IMEI eine eindeutige hardwarebezogene ID dar, die im Regelfall solange unverändert bleibt, wie dieselbe SIM genutzt wird. Die Frage ist, warum sollte man das wollen, für Dienste, die nur Google betreffen?

Momentan ist es *noch* möglich, durch Auswechseln der SIM-Karte, eine neue IMEI zu bekommen. Doch sollen ja demnächst nur noch eSIMs eingesetzt werden, und können die IMEIs dann noch geändert werden? Man ist ggf. dem "guten Willen" der Vertragsanbieter ausgeliefert und es bleibt im Zweifel nur die Entsorgung des durch Userprofiling bereits kompromittierten Geräts,.

Denn das Problem ist, selbst wenn man Googles Dienste und andere Datensauger-Apps nicht mehr nutzen und einen Umstieg auf F-Droid, oder ein alternatives OS durchführen will - z. B. LineageOS - wäre durch vorherige Bindung an die IMEI ggf. das Gerät anschließend trotzdem noch durch diverse Apps (und wohl auch durch Google) als dasselbe identifizierbar und ein weiterhin lückenloses Tracking mit Verknüpfung der alten Profile möglich.

Das ist nicht unbedingt im Interesse der (neuen) Nutzer des Geräts.

Den Vergleich mit vorinstallierten Google-Apps und Raubkopien finde kurios.
Wieso soll die Verbreitung der Apps an sich rechtswidrig sein, bzw. die Provider keine Lizenz für die Verbreitung besitzen?

Ohne die Lizenzbedingungen durchgekaut zu haben, denke ich, es wird sich um ein Sharewaremodell handeln - selbst wenn es nicht ist, haben Phonehersteller, bzw. Provider mit Sicherheit Lizenzverträge mit Google abgeschlossen, oder es gelten sog. Redistributionklauseln, die Vorinstallationen legal ermöglichen. Da ohne Registrierung ohnehin nichts läuft, wäre etwas anderes auch wenig sinnvoll und auf eine illegale Verbreitung würden sie sich im Falle von Google wohl kaum einlassen.

Und ich präferiere nicht die IMEI sondern zitiere nur die XDA Website.

Gut, das wäre also geklärt.

Zugegeben, für *mich* würde das Fehlen von Google-Apps keinen Hinderungsgrund darstellen (s. Alternative F-Droid). Allerdings sind viele Durchschnittmenschen schon mit obligatorischen Updates ihrer appverseuchten Providerphones überfordert, gar nicht zu reden vom Umstieg auf freie Alternativen. Sie maulen ein bisschen herum und werfen das Teil weg, wenn nichts mehr geht - soviel zum Thema Nachhaltigkeit.

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