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  • baeuchlein

977 Beiträge seit 18.07.2000

Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen!

Also, deren Begeisterung für OpenOffice kann ich überhaupt nicht
nachvollziehen.

Ich muss seit Ende Oktober mit verschiedenen Versionen von OpenOffice
irgendwas zu Papier bringen, und dabei kommt fast nur Mist 'raus.
Tabellen schmeißt das Programm ohne ersichlichen Grund nach Ersetzen
eines Zeichens an ganz anderer Stelle im Text völlig durch- und
*über*einander. Ein angeblich 1,5facher Zeilenabstand ist etwa zwei
Zeilen breit. Immer wieder ersetzt das Programm Schriften durch
irgendwelche anderen Schriften (die auch nicht im System installiert
sind), und ein Zurück-Ändern von Hand wird mir nicht erlaubt. Absätze
zu formatieren ist fast völlig sinnlos, weil das Programm darauf
nicht reagiert - ein als "nicht trennbar" angegebener Absatz wird
trotzdem getrennt und sowieso nicht als Absatz erkannt. Die Hilfe
hilft nicht, weil sie die auftretenden Probleme nicht löst.
"Markieren Sie die Spalten und klicken sie auf 'Diagramm erstellen'"
bewirkt z.B. nicht etwa, dass *ich* dem Programm sagen kann, was auf
X- und Y-Achse aufgetragen wird - nö, das entscheidet OpaOffice für
mich und läßt keine Änderung mehr zu. Ähnliches Theater auch mit
Skalierung von Achsen, und, und, und... Und der Ausdruck sieht auf
jedem Drucker anders aus, schon das Schriftbild unterscheidet sich
ganz deutlich.

Ein ca. 10 Jahre altes Microsoft Office hat dermaßen große Probleme
nicht. Trotzdem tönen die Open-Source-Fuzzis, ihr OpaOffice sei MS
Office überlegen. In deren Träumen vielleicht. Ich jedenfalls werf'
diesen Schrott zum Jahreswechsel vom Rechner.

Leider ist sowas auch ein "Standard" bei vielem Open-Source-Zeug rund
um Linux geworden. Vor fünf Jahren waren die mal alle auf einem so
guten Weg, aber seitdem sehe ich vor allem Schludrigkeit und Sachen,
die qualitativ unbrauchbar sind. Selbst Linux kann ich kaum noch
brauchen - die Netzwerkfunktionen des Drucksystems CUPS spinnen nur
herum, wenn man nicht rigoros *jede* Automatik abwürgt und *alles*
von Hand macht, und CIFS als Nachfolger des SMB-Dateisystems
beherrscht bis heute, fünf Jahre nach dem ersten Auftauchen des
Problems, kein Übertragen der Datei-Zeitstempel beim Kopieren. Somit
ist meine skriptbasierte Synchronisierung mehrerer Rechner inzwischen
auch auf ein drei Jahre altes Linux angewiesen.

Und so geht das in einer Tour weiter. Ich war mal ziemlich begeistert
von Open Source, aber in den letzten fünf Jahren ist die Qualität
davon IMHO auf breiter Front dermaßen 'runtergegangen, dass ich kurz
davor bin, sämtliche installierten Linuxe in die Tonne zu treten und
irgendwas von Microsoft zu kaufen. Ich muss nämlich mit den Rechnern
auch meine tägliche Arbeitsflut bewältigen, und das ist mit Open
Source nicht mehr möglich.

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