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  • Staatsanwalt Hasterer

158 Beiträge seit 25.02.2003

was mit Analüst nicht stimmt - Versuch einer Analyse

Hallo Analüst,

ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke ich weiß, was mit Ihnen
nicht stimmt. Sie haben vermutlich eine sog. "narzisstische
Persönlichkeitsstörung". Bitte nicht Übel nehmen, das ist keine
Beleidigung sondern der Versuch einer Analyse. Vielleicht hilft's
Ihnen.

Mir fällt auf, dass Sie einige ungewöhnlich stark ausgeprägte,
ungewöhnliche Eigenschaften haben:
- Sie bezeichnen sich explizit oder implizit als in hohem Maße
intelligent (Schach), erfolgreich (Ihr Gehalt), schön (Ihre
Bettgeschichten)
- Sie produzieren sich hier primär mit der Absicht, Aufsehen zu
erregen (starke Vereinfachungen, sehr einseitige Darstellung Ihres
Weltbilds), weniger um zu diskutieren (auf Gegenargumente gehen Sie
häufig nicht ein, nie geben Sie einem Gegenargument nach)
- Sie wissen um zuverlässige Anhänger im Forum, darum kommen Sie
immer wieder, obwohl es Ihnen (bei Ihrer Position) eigentlich zu
blöde sein müsste
- Sie langweilen sich
- Sie pflegen extrovertierte, abstruse Macken (zB den
Deppenapostrophen, die "Fakten")
- Sie haben Partnerschaftsprobleme
- Sie brüsten sich wenn nötig mit Ihren Emotionen (geweint wg. der
Kulturgüter in Bagdad)
- Sie brüsten sich mit Ihren gesellschaftlichen Kontakten (Münchens
OB, Carly Fiorina...)
- Sie haben ein ausgeprägtes Über-Ich, das Ihre Werte repräsentiert
(Projektion von MS)

Dafür gibt es eine pathologische Erklärung: Ihr Bedürfnis nach
Anerkennung. Dafür verwendet die Psychologie den Vergleich mit dem in
sein Spiegelbild verliebten Narcissos - Sinnbild für die Unfähigkeit
zu ausgeglichenen Beziehungen.

Ursachen für eine derartige Persönlichkeitsentwicklungen werden in
frühkindlicher Vernachlässigung vermutet (Sie erwähnten kürzlich den
erfolgreichen Großvater).

Ein paar Auszüge aus
http://www.uni-saarland.de/fak5/krause/kkol/borderb.htm und
http://www.trennungskinder.de/narzissmus.htm

"Diese Patienten fallen auf durch ein aufgeblähtes Selbstkonzept und
dem Bestreben, Bestätigung durch andere zu erhalten. Sie empfinden
wenig Empathie für andere,denn andere Menschen haben nur bezüglich
der Selbstbestätigung wirkliche Relevanz. Zu wirklichen
zwischenmenschlichen Beziehungen sind sie nicht in der Lage. Ihre
Beziehungen haben ausbeuterischen Charakter. Ihre Gefühle sind nur
mangelhaft differenziert. Besonders auffällig ist das Fehlen echter
Gefühle, wie Trauer, Bedauern und Sehnsucht. Eine echt depressive
Reaktion zeigen diese Patienten nicht. Sinn bekommt ihr Leben nur
durch Bestätigung von außen. Erhalten sie diese nicht, werden sie
rastlos, und leiden an Langeweile.
 Auch bei der narzißtischen Persönlichkeit überwiegen die primitiven
Abwehrmechanismen...
Im Unterschied zu Borderline-Persönlichkeiten sind narzißtische
Persönlichkeiten relativ gut sozial angepaßt und funktionstüchtig.
Sie haben eine besser ausgebildete Impulskontrolle und ein Potential
zur "Pseudosublimierung", d.h. die Befähigung zur aktiven und
beharrlichen Arbeit in manchen Bereichen, wenn so ihr Bedürfnis nach
Selbstbestätigung befriedigt wird. Hochintelligente Personen können
so auf ihrem Gebiet recht kreativ erscheinen."


"Der neue Narzisst lernt ... sehr früh, dass "Rücksichtslosigkeit und
Diplomatie" im Umgang mit Institutionen und Menschen zur
Wunschbefriedigung, zur "Selbstverwirklichung" führen muss.

Für den Narzissten hat es keinen Wert, persönliche Erfahrungen nach
den Maßstäben von Idealen auszuloten. Das Denken an vergangene
Erfahrungen erscheint sinnlos und dem eigenen Fortkommen hinderlich.

Wahrheit wird vom Über-Ich des Narzissten zu einem realitätsfremden
Begriff herabgestuft und durch Glaubwürdigkeit (die "eigene"
Wahrheit) ersetzt, wenn es darum geht, sich vor anderen zu behaupten.

Aggression, angestaute Wut und offene Vorurteile (Rassismus..!)
werden verdeckt durch eine oberfl %/1??iso8859-15 ächliche Toleranz,
Entspanntheit und durch scheinbaren Intellektualismus. 'Er preist
Kooperation und Teamwork an, wahrend er in sich tiefsitzende
antisoziale Impulse birgt.

Der Narzisst liebt es, anerkannt und bewundert zu sein. Er begibt
sich gerne in die Gesellschaft von "Persönlichkeiten" , um selbst zu
glänzen, oder um so die Bestätigung seines Status Quo zu
gewährleisten.

Begründete Kritik kann er nur vertragen, wenn es ihm gelingt , sich
vor einer qualitativen Mehrheit zu rechtfertigen Die Position der
Stärke verschafft dem Narzissten mit seiner infantilen
Selbstbezogenheit die Sicherheit, die er braucht, um sein "Publikum"
durch Pseudoweisheit und Überheblichkeit zu blenden."


Vielleicht sollten Sie einfach 'mal über sich nachdenken.


Was ich schon lange fragen wollte:
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