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  • Holden Caulfield

262 Beiträge seit 14.03.2000

Es gibt gute Job! Aber nicht aber Startups...

Vielleicht muessen wir die Situation in der IT-Branche etwas
differenzierter betrachten.

Zunaechst duerfte es die meisten offenen Stellen nicht bei Startups,
sondern bei Grosskonzernen geben. Letztes Jahr hatte alleine Siemens
4000 offene Stellen. Bei Firmen wie IBM, HP, SAP, Daimler, Bosch,
Mannesmann etc. sieht es aehnlich aus. Diese Firmen bezahlen im
Allgemeinen auch ein hoeheres Grundgehalt. Mit 2-3 Jahren
Berufserfahrung sind mehr als 100k fuer eine Fachkraft schon drin.
Meist besitzen diese Firmen auch durch einen Betriebsrat und die
Arbeitszeit haelt sich normalerweise in gesetzlichen Grenzen.

Der Reiz der Startups (oder was sie lange Zeit mit einer Aura des
Glanzes umgab) war die Moeglichkeit, trotz geringen Grundgehaltes durch
Stock-Options schnell reich zu werden. Leider funktioniert das nach dem
Einbruch am neuen Markt nun nicht mehr. Auch Quereinsteiger (ohne
Studium) hatten es dort oft einfacher, Grosskonzerne wollen dann doch
meist ein Diplom sehen.

Irgendwo dazwischen liegt der Mittelstand. Der kann natuerlich nicht so
viel bezahlen, hat aber meist auch keine grossen Erwartungen an die
Bewerber.

Nochmals differenzieren muss man die Gehaelter zwischen Norden, Sueden
und USA. In Sueddeutschland (Heidelberg, Stuttgart, Muenchen) wird in
der Regel mehr bezahlt als im Norden. Das kann schon mal 10-20k
ausmachen. Allerdings sind die Wohnungen und Lebenshaltungskosten
teuerer. Nochmal eine andere Dimension haben die High-Tech Regionen in
den USA (Kalifornien, Maryland, Denver). Dort bekommt man locker 100
k$, ein 50 qm flat kostte aber auch schon mal 2500$/Monat Miete.

Zum Thema Qualifikation: wie misst man Berufserfahrung? Wenn ich meine
C64/Amiga Zeiten mitrechne habe ich mein halbes Lebens IT
Berufserfahrung. Aber dann zaehlen wohl die Doktorspiele im
Kindergartenalter auch fuer Aertze. 
Zertifikate sagen meist nur aus, dass der Inhaber gut auswendig lernen
kann. Uni- und FH Diplome sagen aus, dass der Inhaber noch besser
auswendig lernen kann, aber vielleicht auch ein bisschen was verstanden
hat (mir sind schon Uni-Informatiker untergekommen, die nicht den
Unterschied zwischen Klasse und Objekt erklaeren konnten). Meist bleibt
den einstellenden Firmen nichts anderes uebrig, als ein Assesment zu
veranstalten. Fachliche und Softskills muessen irgendwie in
vernuenftigen Verhaeltnis zueinander stehen. Leider nehmen sich die
wenigsten Firmen Zeit fuer sowas.










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