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  • sprecher

14 Beiträge seit 18.04.2009

hinter verschlossenen Türen

Eine kleine Geschichte nochmal.

Vor nicht langer Zeit, irgendwo hinter verschlossenen Türen

Drei Männer(W.,O. und L.)

W: Dieses verdammte Internet. Wir müssen einen Weg finden, es zu
kontrollieren. aber es funktioniert leider weltweit.
O: Da kann jeder einfach sagen, was er denkt, oder irgendwas
veröffentlichen. Die Industrie fragt auch dauernd, ob wir da was
machen können. Wenn wir es wollen, müssen wir es manipulieren können.
Wer das Wissen und die Information kontrolliert, kontrolliert die
Macht.
W: Wie nur? Wie? Wie?
L: Wir müssen an die Provider ran, die das Internet zur Verfügung
stellen. Die zwingen wir zum Einbau von Filtern.
O: Die werden Nein sagen.
L: Die Leute werden sich doch nicht einfach kontrollieren lassen. So
blöd sind sie nicht.
W: Wir brauchen eine Begründung, bei der kaum einer Nein sagen kann.
Etwas, was die Leute emotional so fertigmacht, dass sie nicht mehr
klar denken können..
L: Was soll das sein? Wieder Terrorismus?
W: Nein, das andere.
L: Antisemitismus? Gewalt? Rechtsradikalismus?
W: Noch besser: Pornographie mit Ki
O: Das ist gut. Das geht auch immer. Da wird keiner sich trauen, nein
zu sagen.
W: Zum Wohl der Kinder. (grinst)
W: Wir sagen einfach, dass die Bedrohung immer mehr zugenommen hat.
Dass es eine Millionenindustrie gibt, die wir bekämpfen wollen. Dazu
ein paar widerliche Einzelheiten, die die Emotionen hochkochen
lassen. Wenn jemand sich kritisch äußert, behaupten wir, er sei an
dem Leid der Kinder mitschuldig.
O: Nicht schlecht. Aber wenn die Leute merken, dass wir ganz andere
Seiten filtern? Oder wenn sie Fragen, warum wir nicht dafür sorgen,
dass die Seiten abgeschaltet und die Verantwortlichen bestraft
werden?
W: Jetzt kommt das Beste: Die Liste der gefilterten Seiten muss unter
Strafandrohung geheim bleiben. Wer sie veröffentlicht, kriegen wir
wegen Verbreitung von Ki-Po dran. Drohen mit Hausdurchsuchung, Haft.
O: Wer versucht ,die Liste zu überprüfen,wird gesellschaftlich
vernichtet. Der Wahnsinn.
L: Damit kommen wir doch nie durch... die Presse wird unser Vorhaben
in der Luft zerreißem.
W: Wir ziehen ein paar Fäden. Die wird schön still sein. Die haben
viel zu viel Angst, als Befürworter dieses abscheulichen Verbrechens
dazustehen. Genauso wie andere Politiker.
O: Das könnte klappen, das könnte klappen.
W: Aber wer soll mit dem Plan kommen. Bei mir ist man misstrauisch
geworden.
O: Unerhört. (lacht)
W: Es sollte eine Frau sein. Ich kenn da eine, die ist krankhaft
ehrgeizig und karrieresüchtig genug. Die sucht auch noch Themen für
ihren Wahlkampf.
O: Ausgezeichnet. Jetzt müssten wir nur noch dieses andere verdammte
Problem in den Griff kriegen.
W: Ach ja, das Grundgesetz.
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