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  • Magnar Hirschberger

mehr als 1000 Beiträge seit 19.05.2005

Akkus noch nicht ausgereift, ohne Leichtbautechnologie CO2-Bilanz zweifelhaft

Hier werden Subventionen als Mittel für eine "Umverteilung nach oben"
missbraucht. Das Geld wäre für die kollektive Elektromobilität bei
einer Bürgerbahn und im öffentlichen Personennahverkehr besser
aufgehoben. Dies würde die urbane Lebensqualität für die Mehrheit der
Bürger steigern. Statt dessen werden hier die Automobilkonzerne und
die Oberschicht gefördert.

Außerdem gibt eine Reihe gravierender Mängel:

- zu geringe Reichweite wegen zu geringer Energiedichte der Akkus
 (die meisten Serien-E-Autos schaffen zwischen 120 - 200 km mit einer
Akkuladung, ein "Verbrennner"-Mittelklassewagen kommt mit einer
Tankfüllung über 600 km weit)

- keine geeignete Infrastruktur zum Akkuaufladen, auch dauert es viel
zu lange - "herkömmliche" Verbrenner tanken füllen sich den Tank in
wenigen Minuten. Und was machen die Wohnungsmieter in den Städten:
Werfen die etwa Verlängerungskabel aus dem Fenster und führen die
über den Bürgersteig zum Parkplatz? Und wenn man mangels Parkraum mal
100 Meter weiter parken muss ... ?

- Ideal wäre eine zentralisierte und drahtlose Methode, die Energie
an die Fahrzeuge zu übertragen

- Einfach nur den Platz für Akkus und Kabel designen und sonst die
Karosserie wie gehabt ausführen ist ganz klar der falsche Weg zum
Ziel, Autofahren sollte sich zukünftig wieder mehr vom Panzer fahren
unterscheiden :-) - letztlich sollte das Fahrzeuggewicht das Gewicht
des Transportierten nicht wesentlich übersteigen: So ist ein E-Rad
und auch noch eine E-Enduro ökologisch durchaus sinnvoll, eine
schwerer Tesla-Sportwagen ist das nicht

- die knappen Ressourcen lassen ein Duplizierung des "Laptop-Modells"
nicht zu: Materialien wie Lithium unterliegen in der Verfügung immer
stärkeren Beschränkungen, hier müssen teilorganische Lösungen her
oder Akku / Batterien die wie Zink-Luft sich der häufigsten Elemente
der Erdkruste bedienen, nur so sind die Kosten auf Dauer in den Griff
zu bekommen

- die normale Marktlogik wirkt hier nicht: E-Autos sind je Leistung
teurer als Verbrenner, der elektrische Strom ist als hoch veredelter
Energieträger teurer als Kraftstoff (trotz besserer
Rekuperationsmöglichkeiten), darüber hinaus sind die Anwender von
E-Autos den gleichen Problemen urbaner Räume ausgesetzt: begrenzter
und teurer Parkraum mit Sanktionsdrohungen, begrenzte Stellplätze,
begrenzte Straßenfläche für den Individualverkehr, evtl. (weil
durchaus sinnvolle) Pkw-Maut u.s.w.

Mein Betrag erhebt kein Anspruch auf Vollständigkeit.Ich denke aber,
so einige Fragen aufgeworfen zu haben.

Magnar

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