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  • twm

mehr als 1000 Beiträge seit 18.01.2001

Wieso erinnert mich das an die "Postzulassung" von Modems?

Vielleicht, weil es genau in diese Richtung zielt?

Für die mit der Gnade der späten Geburt:

In den Anfangszeiten (1980er und 1990er Jahre) der DFÜ (Datenfernübertragung), damals Mailboxen (die Vorläufer von Facebook) und Mailboxnetze (die Vorläufer der E-Mail und der Newsgroups), brauchte man zur Verbindung ein Modem. Das wurde an den PC und die Telefonleitung angeschlossen. Nun war es verboten Geräte an das Telefonnetz anzuschließen, die von der Post nicht zugelassen waren, und konnte mit hohen Geldstrafen geahndet werden. (Zur Erinnerung: Die Deutsche Post war damals auch für's Telefonnetz zuständig und eine Behörde unter einem Postminister.). Das lief dann darauf hinaus, dass es einige wenige, sehr teure und langsame (2400 Baud) Modems mit Postzulassung gab, und einen riesigen grauen Markt mit günstigen und schnellen (14400 bis 19200 Baud, also 6-8 fach schneller) Modems gab, die eigentlich nicht angeschlossen werden durften.

Dreimal dürft Ihr raten, welche Modems von den Betreibern der Mailboxen verwendet wurden. Und es wurden mehrere Exempel an solchen Leuten statuiert, um die pösen Hacker in ihre Grenzen zu weisen, denn angeblich gefährdeten sie die Betriebssicherheit des Telefonnetzes (was bei den meisten nicht zugelassenen Modems nachweisbar falsch war, aber eben nicht ausgeschlossen werden konnte).

Genau so würde es wieder kommen, wenn es eine Zwangszulassung für die Verwendung / den Verkauf in der EU gäbe.

Viele würden dann Geräte beim Chinesen online kaufen, weil sie so billig sind, und es wäre wieder Essig mit der Sicherheit.

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