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  • senf.dazu

mehr als 1000 Beiträge seit 24.08.2003

Infrastrukturgesellschaft

Kein Zweifel - der Glasfaserausbau in zersiedelten Gegenden kann bezogen auf den Teilnehmer sehr teuer werden - und das kann auch gut und gerne der eigentliche Grund dafür sein warum auch Mobilfunk dort seine Probleme hat. Eine Mobilfunkstation mit kurzer Reichweite für die "zusammengeballten" 10 Häuser eines solchen "Flecken" braucht auch keine Monstermobilstation sondern eine in der Größe einer Fritzbox .. aber eben auch eine Glasfaseranbindung.

Und da stellt sich wirklich die Frage ob eine einmale Förderung (jetzt und in den nächsten Jahren) wirklich ein vernünftiges Konzept ist. Das Problem geht dann wenn die Renovierung dieses Netzes dann in 40J mal fällig ist wieder von vorn los und das Problem mit dem wettbewerblichen Ausbau/Renovierung bleibt das Gleiche.

Unterstellen wir mal das in den kompakter besiedelten Gegenden der Glasfaseranbieter im Prinzip immer nur bis zum nächsten Nachbarn buddeln muß um sein Netz neu zu verlegen - also vielleicht 20m Grundstücksbreite und 5m auf dem Grundstück (das macht dann die "übliche" Größenordnung 25m*50€/m Verlegekosten je Haushalt - das investiert der ISP gern wenn er ab dann 50€/Haushalt monatlich einnimmt) und das die Anbindekosten eines Ortes mit z.B. ein paar Hundert Haushalten oder mehr ans Backbone im Vergleich im Vergleich dazu vernachlässigbar(kleiner) sind (nur ein "dickes" Glasfaserbündel vom ganzen "großen" Ort zum Backboneübergabepunkt zu buddeln). Und zusätzlich das die Summe aller Backbonenetze durch ihre beschränke Dichte an Übergabepunkten (alle 20..30km) insgesamt Gesamtkosten bei weniger als einem Zehntel (9? Mrd gegen 90 Mrd) des Gesamtnetzes erfordern.

Dann liegt das eigentliche Problem in der Erstellung eines sagen wir mal "Middelbonenetzes", das eben die mikrigen Häusergrüppchen (<100 Haushalte, in der dann vielleicht die "restlichen 10%" unserer Bevölkerung leben die dann so überproportional teuer kommen) in gerade zersiedelten Gebieten trotz hoher Kosten (die naturgemäß keiner der Wettbewerber tragen möchte und wo eine Regelung im Wettbewerb auch kaum vorstellbar ist) ans Backbonenetz anbindet.

Und das ist vielleicht wirklich auch langfristig (50+J) eine Aufgabe die von irgend jemandem übernommen werden müßte - z.B. eben von einer Infrastrukturgesellschaft. Andererseits gibt's auch bei den zersiedelten Häusern üblicherweise Straßen mit darin verlegten allgemeinen Ver-/Entsorgungsleitungen .. und irgendwelche "Gesellschaften" die sich darum kümmern ..

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.01.2019 13:54).

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