Avatar von Durchschnittstyp
  • Durchschnittstyp

8 Beiträge seit 05.03.2012

Die "Großkopferten" der Münchner Stadtverwaltung fordern von Neueinzustellenden:

Größtmögliche Flexibilität sowie Lernbereitschaft. Sind selbst aber zu unfähig/faul/träge um eine wirklich nicht sehr schwierige Umgewöhnung auf LibreOffice und andere freie Software zu bewältigen.

Wie ich es - insbesondere von "fest im (Amts-)Sattel Sitzenden" - nicht mehr hören kann:
- "Es funktioniert damit nicht..."
- "Das klappt bei mir nicht..."
- "Ich bin scheins zu doof dazu...?!"

Es fehlt hier hauptsächlich an innerer Einstellung und Bereitschaft etwas Neues zu erlernen/begreifen und verstehen zu wollen, wie andere Tools (als die über die Jahrzehnte gewohnten und manchmal scheins sehr lieb gewonnenen MS Tools) funktionieren. Es ist natürlich bequemer die Schuld nicht bei sich selbst zu suchen sondern "die bösen neuen" Softwareprodukte mit ihrer fiesen Usability dafür verantwortlich zu machen, oder aber sich einfach als rechtfertigende Ausflucht für zu doof zu erklären.

Niemand kann mir erzählen, dass man einen Umstieg ab einem bestimmten Alter nicht mehr bewältigen kann. Selbst meine Mutter hat sich mit über 70 Jahren noch mit LibreOffice angefreundet, und SIE erhält KEIN großzügiges Gehalt vom Steuerzahler. Und genau dieses von meinen Steuern mitbezahlte Gehalt verpflichet aus meiner Sicht den Gehaltsempfänger im Amt auch in gewisser Weise dazu, zumindest eine halbwegs erkennbare Bereitsschaft zu einem (möglicherweise unbequemen) Umstieg zu zeigen. Die Besoldung ist schließllich kein wie selbstverständlich bezahltes regelmäßiges Ruhegeld und wird schon gar nicht für routinemäßiges Minesweeper-Spielen bezahlt...

Traurig, aber (nicht nur) München.

Bewerten
- +
Anzeige