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  • HerrMeLin

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Re: Erziehung prägt Gesinnung

Peter Lochry schrieb am 23.04.2019 20:31:

HerrMeLin schrieb am 18.04.2019 07:28:

Meine These besagt nur, dass sich Rechtskonservative in einer GNU/Linux-Umgebung nicht wohl fühlen werden.

Ich fühle mich in einer GNU/Linux-Umgebung pudelwohl.
Daraus folgt:
1. Ich kann laut deiner These nicht rechtskonservativ sein. Das unterstellst du mir aber in einen deiner vorhergehenden Absätze des selben Beitrags.
2. Da du mich undifferenziert als Rechtskonservativen bezeichnest ist somit erstens deine These falsch und zweitens womöglich dein ganzes Weltbild zu überdenken.

Nur weil Du dich "pudelwohl" fühlst, bedeutet das nicht, dass die These damit widerlegt ist.

Sowohl meine Erfahrung (mein Bekannter, das Forum und die vielen Linux vs. Windows Beiträge hier, in dem ich schon lange lese und diskutiere) als auch Deine Aussage sind leider keine Belege. Sie sind rein subjektiv. Eine wissenschaftliche Untersuchung könnte Abhilfe schaffen. Du wärst ein interessanter Kandidat.

Dennoch bleibe ich dabei, dass Erziehung Gesinnung prägt. Und ich möchte sogar soweit gehen, zu behaupten, dass diese Erkenntnis viele Dinge, über deren Ergebnisse (Politik, Erziehung, Gesinnung, Werte und Normen) ich mich oft wundere, erklärbar machen und für Verständnis untereinander sorgen können.

"Die rechtspopulistische Haltung kann als lebenslang nachwirkende Sozialisationskrise verstanden werden: Erwachsene mit rechtspopulistischen Haltungen haben häufig verunsichernde Kindheiten erlebt, in denen sie eigene, innere Stärke nur schwer aufbauen konnten. Permanente Überforderungserfahrungen begründen eine lebenslange Abhängigkeit von äußerer Stärke und Autorität." (<https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/meine-buecher/erziehung-praegt-gesinnung-meine-buecher/erziehung-praegt-gesinnung-12-thesen/>)

MS ist dominant, vorherrschend, restriktiv, marktbeherrschend und bevormundend. Aus meiner Sicht liegt es nahe, dass das Betriebssystem Windows auch gerne aus Gründen der Gesinnung bevorzugt wird: Die Freiheitsgrade sind beschränkt, der Einsatz ist erfolgversprechend, alles ist vorgegeben, diktiert und auch bequem. Es bietet (scheinbar) mehr Orientierung und damit mehr Sicherheit.

Man kann das alles als gute Argumente gegen Großkonzerne (und eben auch den Einsatz von Windows (Google, Apple, FB, Twitter) verwenden, jedoch stoßen diese Argumente oftmals nicht auf ein offenes Gehör.

Alles zusammen erzeugt auch den Matthäus-Effekt! (Wie passend, da unten kommt er auch schon...)

Matthäus schrieb etwa 80 n. Chr.:

3 Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?
4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! - und siehe, in deinem Auge steckt ein Balken!
5 Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen!

Um Himmelswillen!

Merkst du was?

Ich kann nur vermuten: Du bist ein rechtskonservativer Gläubiger.

Wie dem auch sei, ich sprach ja nur von "Parallelen in der politischen Diskussion und hier, zwischen GNU/Linux und Windows, zwischen rechtem Autoritarismus und libertär-sozialer Einstellung", die ich sehe. Ich kann richtig liegen, muss es aber nicht. Widerlegt ist die These durch Deinen Beitrag jedoch nicht.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (24.04.2019 08:19).

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