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Avatar von kathul
  • kathul

mehr als 1000 Beiträge seit 16.04.2004

Was ist das denn für eine Lachnummer?

Das soll ein Jahresbericht sein?

- Die Zahlen sind eine Witznummer
- Die Auswertung defakto nicht vorhanden. Man
  darf z.T. querlesen um die Zusammenhänge zu
  sehen oder sie sind ganz einfach nicht auf-
  schlüsselbar. Wenn ich bei der Auswertung 
  ständig zwischen 9 Seiten wechseln muß und
  die Daten im Fließtext wieder auffinden muß
  ist das alles andere als nützlich.

Aber das hat scheinbar auch einen Grund....

Auf Seite 16 wird über Kipo geschrieben.
Da steht..Zitat:

> reduzierte sich die Zahl 2008 um mehr als die Hälfte
> (168 Fälle).

Wir halten fest. Wir haben 168 Kipo Fälle.

Auf Seite 27 haben wir nun:

> in Deutschland zurückzuführen (1.369 Fälle, plus 11 Prozent).
> ...
> Drei Prozent waren kinderpornografisch

Also ~40 Fälle Kipo in DE

Dazu dann

> mehr als die Hälfte der kinderpornografischen Angebote
> stammten aus den USA.

Also mindestens 84 Fälle.

Die 84 Ami Fälle und die 40 deutschen Fälle machen zusammen
124 Fälle. Wohl eher umme 130.

D.h. *77%* der gesammten Kipo, die Jugendschutz.net "gefunden"
hat stammt aus DE oder den USA.

Na holla die Waldfee. Wie gut, dass das BKA nicht in den USA
oder Deutschland anrufen kann. Sonst würde sich das Problem
ja recht zügig beheben lassen...

Das besonders lustige daran ist aber dieser Satz hier von
Seite 16

> jugendschutz.net sucht nicht selbst nach kinderpornografischen
> Angeboten, leitet aber Fälle an das BKA weiter, die über die
> Beschwerdestelle gemeldet werden.

Man kann wohl davon ausgehen, dass dieser Anteil gegen 0 schrumpfen
wird oder zumindest drastisch weniger wird.

Das BKA dürfte also in absehbarer Zeit alleine da stehen und
was dabei raus kommt ist ja wohl jetzt schon klar. Gar nichts.

Auch interessant wäre bei den deutschen Verstößen mal zu wissen
worum es sich dabei denn IM DETAIL handelt.

- Wie groß ist der Anteil der pornographisches Material frei
  zugänglich bunkert
- Wie groß ist der Anteil der einen unzulänglichen Schutz bietet?
- Wie groß´ist der Anteil der einen tauglichen aber nicht zuge-
  lassenen Schutz bietet?

Woher stammt das Material? Offenes Web? Communities? Fotogalerien?
Pornographische Paysites?

Der Bericht ist eine Lachnummer sondergleichen. Wenn man
berücksichtigt,
dass JS nicht nur deutsche Angebote überprüft ist die Zahl 3000 ein
Witz.
3000 Angebote, die gegen das deutsche Jugendschutzgesetz verstoßen
finde
ich in weniger als 24h.

Auch lustig

Das Bild oben rechts auf Seite 9.

Googles Bildsuche wohl mit einem passenden Begriff gefüttert.
Der Kringel soll nun suggereieren, dass man dadurch 2.2M Pornos
bekommt. Wenn man komplett umnachtet ist wie die Deppen von JS
mag man das so sehen. Das stimmt aber nicht. Sucht man z.B. 
in der freien Suche nach hardcore porno bekommt man 
1.9M Treffer von denen man aber nicht mal 1000 angezeigt bekommt.
Desto weiter man in die tiefen der hardcore pornographie absteigt
desto irrelevanter werden die Hits.

Z.b. wie dieses hier

> http://farm4.static.flickr.com/3080/3183294636_19d94dd657.jpg

Ich nehme mal an das zerfledderte Magazin ist irgendein Porno.

Lustig auch man bekommt jede Menge ANTI Porn Krams.

Sucht man RICHTIG, dann bekommt man nur 96k Resultate.
Davon kann man sich gut 800 ansehen und da ist die Hitliste
dann natürlich deutlich besser. Aber auch da bekommt man noch
das hier geboten:

> http://static-p4.fotolia.com/jpg/00/00/73/09/400_F_730991_LQjkgymaWTPrf6lYVASOC9obuhVwFB.jpg

Sofern man nicht weiß wie's geht bekommt man NIE die
gesammten Suchergebnisse sondern immer nur max. umme
1000. Wie gut die dann sind hängt von der Suche ab.
JS demonstriert jedenfalls ganz hervorragend wie man 
es nicht macht.

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