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691 Beiträge seit 06.06.2011

OK. Die Autoren kritisieren also, dass bestimmte Kunstrichtungen in der

Anfangszeit des kalten Krieges offenbar Geld aus der "CIA-Kasse" erhalten haben. Dass also - wie Spiegel-Artikel aus der damaligen Zeit nahelegten - die US-Geheimdienste einen Beitrag zur Diversität der Kulturszene im Westen geleistet haben.
OK, zur Kenntnis genommen. Man schaue sich jetzt zum Vergleich einmal exemplarisch an, wie Kulturpolitik in der damaligen menschenverachtenden und totalitären Sowjet-Diktatur ablief:

"Individualismus, Hochkultur, komplexe Themen und differenzierte Ausdrucksmittel – all das taugt nichts im holzschnittartigen sozialistischen Realismus, der Gebrauchsmusik instrumentalisiert und dringend Heldenklänge, Triumphmärsche und Siegeshymnen braucht, um die Ideologie zu stützen. Am 10. Februar 1948 platzt Stalin und seinen Exekutoren endgültig der Kragen, die Forderung ist klar und unmissverständlich.

>> Das ZK der KPdSU ist der Meinung, dass eine solche Einstellung nicht länger geduldet werden kann. Das Sowjetvolk erwartet von den Komponisten qualitativ und ideologisch hochwertige Tonschöpfungen aller Genres. <<"
https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/was-heute-geschah-beschluss-zk-moskau-ueber-muradeli-oper-100.html

Irgendwie verstehe ich nicht, wie man aus der Kernaussage des Artikels einen Vorwurf konstruieren kann. Was dieser Vorfall wesentlich klarer beleuchtet ist ein wesentlicher Unterschied zwischen Staaten nach dem freiheitlichen westlichen Vorbild und Diktaturen jeglicher Art: Während bei letzteren die Bevölkerungen damit leben müssen, was deren Führer für "richtig" halten, findet bei uns - unter anderem durch die freie Presse - eine ständige und sinnvolle Diskussion über unsere Werte statt. Die Art von Meinungsaustausch, die ausländische diktatorische Elemente verbissen versuchen, bei uns im Westen zu vergiften.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (05.11.2017 09:10).

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