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  • Kalessin

mehr als 1000 Beiträge seit 11.04.2000

Ein paar Gedanken zu Typo3...

Ich habe mir vor mittlerweile ca. 6 Monaten Typo3 genauer angesehen,
da ich auf der Suche nach einem vernünftigen CMS war, welches a)
flexibel und b) für die späteren Nutzer bedienbar war.

Das Konzept von Typo3 gefiel mir denn auch eigentlich ganz gut.
Einige "Haare in der Suppe" haben mich dann allerdings doch
abgehalten:

a) Die Bedienoberfläche ist kreuzlahm und JavaScript-durchsetzt,
sprich: die Menge benutzbarer Browser ist eingeschränkt. Okay, kein
echtes Hindernis, da zumindest "Mainstream" (IE, Gecko) funktioniert.
b) Es ist schwierig bis beinahe unmöglich (abhängig von den
verwendeten Plugins), konformes XHTML zu bekommen.
c) Die Korrektur von b) ist ebenfalls schwierig bis beinahe
unmöglich, da alles in Form von HCS (hard-coded shit) realisiert ist,
sprich: Tags ("<a>" etc.) sind nicht in Variablen an zentraler Stelle
abgelegt, sondern wurden in wüsten Copy&Paste-Orgien ungefähr 25
Millionen mal im Quelltext wiederholft. Noch Fragen?
d) Auch wenn es mich wenig stört, daß der Autor (Kasper Skaarhoj)
stark religiös veranlagt ist (warum auch) und sich sogar bei der
Öffentlichkeit dafür entschuldigt, daß er Zigarren raucht (ist das
nicht niedlich), stört mich schon seine bizarre Einstellung zur
Meinungsfreiheit, die beim Autor einer Publishing-Lösung besonders
seltsam anmutet.

http://typo3.org/community/people/kaspers-corner/

So bittet er die Nutzer darum, doch keine "NewAge"-Sachen (was meint
er eigentlich damit genau?), keine "extreme" politische Propaganda
(und wer genau definiert, was "extrem" ist?), keine
"anti-christlichen Botschaften" und kein "erotisches Material" mit
Typo3 zu veröffentlichen. Auch wenn er (GPL sei dank) diesen "Wunsch"
nicht durchsetzen könnte, selbst wenn ich irgendwelches Interesse an
derlei Nutzung hätte, bin ich ob solch mittelalterlicher Ansichten
doch zurückgeschreckt. Okay, sollte ich eine Pornoseite aufmachen
wollen, komme ich vielleicht drauf zurück und werbe dann natürlich
auch überall damit, daß es mit Kaspers Typo3 gemacht ist.

Kalessin
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