Menü
Avatar von ausgefaked
  • ausgefaked

238 Beiträge seit 17.07.2018

Re: Ist Photogrammetrie für Spiele derzeit sinnvoll?

Nein, sie müssen nicht vorgeneriert sein. Dein Vorschlag, Texturen "on-demand" zu erzeugen, ist durchaus denkbar. Es ist z.B. möglich, parametrisierte Materiale zur Laufzeit zu verändern (also z.B. Farben anpassen, den Schmutzanteil erhöhen...). Das kann allerdings, je nach Komplexität und Aufbau des Materials, empfindliche Performance-Einbrüche nach sich ziehen. Der große Unterschied zum Streamen von Objekten ist aber, wie du auch richtig sagst, dass es Rechenzeit benötigt. Streaming-Objekte werden aus dem Festspeicher geladen, es findet also ein I/O-Zugriff statt, der ansonsten bei Spielen zur Laufzeit vergleichsweise wenig verwendet wird. Ein komplexes Material in üblichen 4K aber in vollem Umfang zu berechnen, kann schon einmal im Sekundenbereich und darüber liegen. Ein Grund dafür: Neben den Farbkanälen werden auch Leucht-, Reflexions-, Schattierungs-, Tiefeninformations- und andere Kanäle berechnet, in der Summe je nach Material meistens zwischen 8 und 12, evtl. aber auch mehr. Zudem sind unter Umständen 100te von Zwischenberechnungen nötig, oft in der Zielauflösung oder darüber. Für niedrig-auflösende Cell-Shading Spiele, also im Comic-Look, mag das noch möglich sein. Für moderne AAA-Grafik ist das aber momentan eher unrealistisch.

Bewerten
- +
Anzeige