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  • paco9

mehr als 1000 Beiträge seit 05.09.2004

Niedersachsen verblödet, Rundfunk muss bleiben

Es gibt doch so einige Unterschiede zwischen Runkfunk und Mobilfunk-Medienverteilung.

Internet-Radio ist auf jeden Fall eine wichtige Errungenschaft, z.B. dass man in der deutschen Provinz Radios aus der ganzen Welt empfangen kann. Also z.B. Samba statt Blasmusik. Fremdsprachen lernen statt immer nur Deutsch.

Heutzutage muss es das geben. Aber nicht zu Lasten unseres Rundfunkradios.

UKW und DAB+ haben den Vorteil, dass dabei keine Mobilfunknetze belastet werden. Ein Signal erreicht Millionen Empfänger gleichzeitig. Das kann Mobilfunk nicht, sondern da muss es über tausende kleiner Funkmasten verteilt werden. Für UWK und DAB+ braucht man keinen Mobilfunkvertrag, keine SIM-Karte. Der Hörgenuß ist vollkommen anymom, keine Quelle fürs Datamining, von Datenfirmen die alles ausschnüffeln wollen wer wann wo welche Stücke hört. Privatsphäre ist also ein Vorteil, der in Mobilfunknetzen nicht gegeben ist.

Multicast oder spezielle Broadcast-Kanäle im Mobilfunk helfen zwar die Belastung der Netze zu reduzieren, indem nicht jeder Hörer einen eigenen Datenstream bekommt. Aber die Signalisierung läuft trotzdem über Mobilfunk und damit gibt es User-Tracking und User-Kontrolle (Bezahlsysteme, SIM-Karte, Zugangskontrolle etc.). Also Dinge die ein normales Radio nicht macht.

DAB+ hat zwar einige Nachteile gegenüber UKW, weil sich Codecs, Modulation und Datenformate bei Protokollupdates ändern können. UKW lässt nicht so viele Freiheitsgrade und ist schon seit Jahrzehnten mit immer den gleichen Geräten zu empfangen (Stereo und Datenkanal werden draufgesattelt, rückwärtskompatibel). Dafür ist aber die Qualität und Sendervielfalt bei DAB+ höher. Es ist also schwierig zu entscheiden, ob man nur UKW, DAB+ oder beides verwenden will.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (22.06.2019 03:02).

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