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  • Christian Fritze

971 Beiträge seit 30.07.2000

Re: Zustimmungsfähiges fordern statt Ablehnung begründen müssen

currock schrieb am 8. Mai 2009 21:00

> Ja, schon richtig, aber:

> In Deinem Text ist nichts gegen das Vorhaben gesagt, die Sperrliste
> nicht einzuführen. Und darum geht es ja.
> Kinderpornografie ist nur der vorgeschobene Grund, wie der Herr
> Guttenberg ja irrtümlich fast bestätigt hat, das Internet zensieren
> zu können und die Nutzer einzuschüchtern.

Richtig. Und dieser vorgeschobene Grund würde nicht mehr
ziehen, wenn man eine Petition einbrächte, die ebenso wie
die Regierungsinitiative einen allgemein konsensfähigen
Grund "vorschiebt" (nicht, daß er nicht tatsächlich wichtig
wäre!), um mehr als nur das vorgebliche Ziel zu erreichen.

Wann immer man die Befürchtung äußert, die Sperre diene
auch anderen als den vorgeblichen Zielen, läuft man m.E.
Gefahr, sich in der Öffentlichkeit als Paranoiker zu
diskreditieren. Daher spielte ich in der hier vorhin
geposteten Fassung mit dem Gedanken, eine Nebelkerze
am besten mit einer anderen zu beantworten. Daher war
es zunächst durchaus Absicht, die eigentliche politische
Dimension erstmal aus der Schußlinie zu nehmen. Ich 
werde aber noch ein wenig darüber nachdenken, im Laufe
des Wochenendes die Geschichte nochmal "ordentlich" 
ausformulieren und dann wieder zur Diskussion stellen.

> Wenn Du Deinen Text so wirklich als Petition einreichst, sag
> Bescheid, ich zeichne mit.

Siehe oben und: wenn es gar nicht anders geht, werde ich
den fertigen Text selbst einstellen, ja. Wenn sich aber
noch jemand anders findet, wäre ich weiß Gott nicht 
unglücklich darüber und würde mich lieber nicht in dem
Maße exponieren, wie es der Petent (einer ähnlich erfolgreichen
Petition wie der aktuellen) unweigerlich tut. Erstens bin
ich derzeit auf Stellensuche und bin mir nicht sicher, was
potentielle Arbeitgeber sagen würden... Zweitens bin ich 
mir alles andere als sicher, ob ich mich (und die Sache) vor
laufender Kamera besser verkaufen könnte als die derzeitige
Petentin ("ein 43jähriger Arbeitsloser tritt an, die Bundes-
regierung zu blamieren, bla bla...", nicht so gut vielleicht...)
Ich denke, ich werde auch mal Kontakt mit Christian Bahls und 
Bettina Winsemann aufnehmen und sie nach ihrer Meinung zu 
einer solchen Alternativpetition fragen...

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