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  • bgks

mehr als 1000 Beiträge seit 10.02.2003

Das Problem erledigt sich mit IPv6 von alleine

Selbstverständlich sind zuerst die günstigen Angebote von
Festnetz-Flatrates  inklusive Routingerlaubnis und quasi ohne
Volumenbeschränkung bedroht, wenn (fast) jedes Hemmnis entfällt, das
WLAN offen zu lassen. Indirekt mag sich auch ergeben, daß schlicht
die WiFi-Frequenzen zukünftig in der Art wie die UMTS-Lizenzen
versteigert würden. 

Die Lösung des Problems in der Sache ist hingegen ganz trivial: Statt
einer persönlichen Registrierung des Routers erfolgt eben eine
persönliche Registrierung der Endgeräte. Dann kann jeder sein WLAN
soviel aufmachen, wie er lustig ist. Früher waren mal die
MAC-Adressen eineindeutig. Mit IPv6 könnten es problemlos die
Endgeräte-Adressen sein. Wer dennoch NAT oder Ähnliches betreibt, muß
haften. Wer die Frage löst, wie er beliebige IPs durchtunnelt, kann
sein WLAN beliebig bereitstellen, ohne irgendwas befürchten zu
müssen.

Frage ist nur: Wofür? Er kann sich stattdessen dafür einsetzen, daß
die Bahn damit aufhört, die bettelnden Penner aus den
Bahnhofsvorhallen rauszuräumen. Und dafür, daß ein Unterbinden von
Tethering bei Handy-Datenverträgen strikt untersagt ist. Außerdem
könnte man eine Vorschrift erlassen, daß auf jeden Fall eine Art
Familien-Datenvertrag oder Haushalts-Datenvertrag im Angebot sein muß
(theoretisch ist das mithilfe von Dual-SIM bereits gegeben, wo alle
Zweit-SIMs zwar nicht gleichberechtigt telefonieren, aber
gleichzeitig ins Datennetz verbinden dürfen). Außerdem striktes
Verbot, für Daten-Roaming irgendwas außer einer einmaligen (bzw.
einmal pro Abrechnungsintervall, typischerweise: ein Monat)
Rechnungsstellungsgebühr zu erheben. Die Telecoms sind doch sowieso
bestestens reguliert. 

Oder geht's tatsächlich doch nur um die konspirativen Hinterstübchen
der Gangster-Bar im Rotlichtviertel ... Da macht doch lieber was
voll total echt Kriminelles: Raucht schmierige Zigarren, obwohl das
strikt verboten ist! Ich meine: Wenn schon pathologisch
Rückwärtsdenken statt nach vorne, dann doch gleich so richtig.

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