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  • Michael9

mehr als 1000 Beiträge seit 11.01.2000

Re: Bitte gesetzlich regeln, Paypal-Gebühren muss der Käufer bezahlen und der Sp

Stoffelchen schrieb am 25. September 2011 10:59

> Kluge Händler benötigen innerhalb IBAN/BIC-Zone kein Painpal.

Wer im Internet von Privat zu Privat handelt, kommt mit
der normalen Kreditkarte nicht weiter - und kann Geld
"verschicken" und "empfangen" ohne dass die Zielperson
deine Kontodaten kennt.

Kein anderen System beherrscht dies. Und die Masse an Leuten
die was bei eBay und sonstigen Plattformen verkaufen schätzt
genau dieses. Der Trend in der Welt geht zum Zweitjob im
Internet, und Paypal ist fast überall die einzige Zahlung-
möglichkeit. USA und gerade Asien sind da Riesen Wachsstums
märkte. Gerade dort wo man keinen KK-Abrechnung kriegt
oder diese viel zu teuer ist.

Dem Händler in DE ist normale Bankvorkasse auch lieber, so
mache ich das auch. Wenn es aber nicht drei Tage dauern soll,
ist die Kreditkarte auch mein Freund. Das sind aber andere
Zielgruppen, ein Vergleich tendiert zu Apfel vs. Fahrräder. 

> Aussenstände kommen wird. Und schon ists gegessen.

Bis man a) auf renitente Idioten kommt, die dann halt lieber
in den Knast gehen als ihre Schulden zu bezahlen (alles erlebt,
alle schon gesehen) b) dir anbieten 1€ pro Monat von ihrer
privaten Insolvenz abzustottern. Viel Spass beim weiterreichen 
deiner Zahlungen als Erbe an deine Kinder.

Risiko ist sicherlich relativ. Aber nirgendwo gibt es so viel
finanziellen Betrug als zwischen zwei anonymen Kontakten.

> Warenbestand und solide Finanzierung vielleicht, aber für seriöse
> Unternehmen sehe ich da kein Problem.

Geschätzt sind 75% der dt. Kleinstunternehmen unter 30.000€ Umsatz
praktisch konstant insolvent, das einzige was sie am Leben hält
ist eine sehr kreative Geldflussverwaltung.

Paypal ist dort selbstverständlich die Lieblingszahlungweise.

> zu gebären ... "nun aber wirklich Käuferschutz".

Wenn ich ein iPhone ersteigere und nur ein Nokia mit iPhone
hülle "wie abgebildet" geliefert wird, der Händler mit 30.000€
Schaden weg ist - dann gibt es eben von deiner Hausbank, der
Kreditkartenfirma nur ein "Ja, dann fragen sie halt Interpol".

Paypal wird zähneknirschend das Geld zurück überweisen, gerade
bei Shops die vorher nie aufgefallen sind. Es kann etwas dauern,
aber es passiert. Und genau dass ist der "Sumpf" in dem Paypal
groß geworden ist, noch viel mehr in den USA, wo es keine
"echten" Identitäten gibt, sondern praktisch nur Annäherungen.

Im Prinzip folgen sie dem Modell: wir zahlen von einen potentielle
Schaden ein wenig - und verdienen mit der Werbung damit riesen
Reibach. Ähnlich wie Google, die ihren Partnern Milliarden im
Quartal regelmäßig ausschütten.

Die Konkurrenz schaut drauf, stellt fest dass sie zu geizig
oder zu blöd wären eine passende Sicherheitsabteilung aufzumachen
und lassen das Geschäftsmodell lieber bleiben. Deswegen ist
Paypal da wo es ist und kann sich Dinge erlauben. 

Der Rest sagt "Dummer Kunde", "Dummer Verkäufer", "Dummes System"
zuckt mit den Schultern, egal, "so ist das Leben".

Und die anderen grinsen und schauen den Lastwagen beim Geldabladen
zu.

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