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  • Tammej

mehr als 1000 Beiträge seit 20.11.2000

Mögliche Zukunft: Dienstverweigerung ohne Account mit Political Compass Test

Ich bin vielleicht zu alt, deswegen verstehe ich nicht, weshalb sich Dienstleister herausnehmen, ob sie für Kunden mit politischen Einstellungen bei Nichtgefallen einfach mal diskriminieren.

Deswegen sieht das für mich bald so aus, das - wenn das konsequent so weitergemacht wird - die Nutzer einen zertifizierten Account haben sollen, und einmal pro <Zeitabstand hier> zwangsläufig eine Abfrage durchgehen müssen, um zu bestätigen, dass sich ihre Politische Einstellung noch im Rahmen des Toleranzlevels von Firma XYZ aufhält.

Ansonsten wird einfach kurzerhand der Account gesperrt, oder man eingeschränkt.

Bin ich der einzige, der sowas nicht in Ordnung findet? Ob jemand Geld von A nach B überweisen darf, in einer Welt, in welcher eine Firma mehr oder weniger ein Monopol auf sowas hält, sollte doch eher vom Staat entschieden werden, und nicht im Firmenvorstand? Ganz generell ist dieser Trend, Menschen in unverträgliche politische Schubladen zu stecken, sowas von kontraproduktiv - das man damit viele ja regelrecht in ihre Schublade einsperren würde.

Gibt's dann irgendwann nur noch PayPal für die "Guten" und Flattr für die "anderen Guten"? Vielleicht läuft's dann bald wie in China, und wir bekommen alle Moralpunkte, das wäre vielleicht Umkehrbeispiel wenn der Staat alles kontrolliert.

Als Kind habe ich immer gedacht, solche Klischeesprüche wie "In dieser Bar werden keine von deiner Sorte bedient! Hol dir deinen Drink woanders!", würden in Hollywood bleiben. Inzwischen scheint es zum guten Ton zu gehören. Und das kann ganz schnell zum Sozialhorrorfilm ausarten.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (26.11.2019 17:44).

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