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  • Foriist

62 Beiträge seit 31.03.2016

Auch Südkreas Prepaidkarten-Modell folgt den IWF-Planungen zum De-Cashing

In „The Macroeconomics of De-Cashing“ ( https://www.imf.org/en/Publications/WP/Issues/2017/03/27/The-Macroeconomics-of-De-Cashing-44768 )
erklärt der IWF, wie der Widerstand der Bürger gegen Bargeld-Beschränkungen zu brechen sei. Norbert Häring hält das Papier für einen Arbeitsplan
(http://norberthaering.de/de/27-german/news/809-iwf-rat-zur-bargeldabschaffung).
IWF-Analyst Alexei Kireyev rät: „Obwohl sich einige Länder in wenigen Jahren des Bargelds entledigen, bedarf eine komplette Bargeld-Abschaffung mehrerer Schritte auf Basis weitgehend akzeptierter Maßnahmen wie der Abschaffung großer Scheine, der Festsetzung von Obergrenzen und der Pflicht zur Bargeld-Kennzeichnung beim Grenzübertritt.
Hinzu kömen wirtschaftliche Anreize zur Bargeldreduktion, die weitere Digitalisierung oder Erleichterungen beim mobilen Bezahlen.“
„Eine vom Privatsektor angeführte Bargeld-Abschaffung wäre einer vom öffentlichen Sektor angeführten Bargeld-Abschaffung vorzuziehen.
Die erste wirkt gutartig (etwa, indem mehr Smartphones zum Bezahlen dienen), braucht aber eine politische Flankierung.
Die zweite erscheint zweifelhafter; viele Leute haben berechtigte Einwände dagegen. (…) eine durch Anordnung erzwungene Bargeld-Abschaffung sollte vermieden werden, weil sich Bargeld großer Beliebtheit erfreut.“

„Ein zielgerichtetes, weitreichendes Programm ist nötig, um das mit einer Bargeld-Abschaffung verbundene Misstrauen zu lindern, da Behörden durch eine Bargeld-Abschaffung alle Lebensaspekte überwachen wollen, besonders die Geldverwendung und um ihre Ersparnisse in die Banken zu lenken.
Die Bargeld-Abschaffung erhält mehr Kraft durch die individuelle Wahl des Konsumenten oder auf Kosten-Nutzen-Erwägungen.“
Der IWF betont, eine Bargeld-Abschaffung diene den Bank-Interessen:
„Weil bei einer Bargeld-Abschaffung Marktteilnehmer ihr Geld auf die Konten übertragen, erhöhen sich die Einlagen im Bankensystem, was tiefere Kreditzinsen und mehr Kreditvergabe erlaubt.“
Vorstöße zu Bargeld-Beschränkungen häufen sich zunehmend. Oft betont man den Kampf gegen Schwarzarbeit, Geldwäsche oder Terror.
Bargeld ist die einzige Möglichkeit, Ersparnisse vor Zugriffen der Staaten und Banken in Form von Enteignungen und Vermögenssteuern zu schützen.
Eine einmalige Sondersteuer zur Entschuldung des Finanzsystems hatte der IWF bereits gefordert.
Der Bargeldabschaffung und dem Einzug der Sondersteuer folgt als Krönung die Welteinheitswährung „Bancor“ - nachzulesen im IWF-Dokument "Reserve Accumulation and International Monetary Stability" von Reza Moghadam vom 13.4.2010.
Im Schlussabschnitt heißt es sinngemäß:
51. Warum BANCOR?
Als globale Währung würde der Bancor von einer Weltzentralbank ausgegeben (s. Anhang 1, Abschnitt V) als stabiler Wert, der nicht mehr gebunden ist an die Wirtschaft einer Einzelnation - sondern die Integration im Handels- und Finanzwesen übergreifend vorantreibt und dem Wirtschaftswachstum dient. Er wäre
 Norm-Anker. Als stabiler Wertspeicher wäre der Bancor die Welt-Ankerwährung.
Schwankungen bei Warenpreisen, die derzeit bei Tauschgeschäften auftreten, würden reduziert werden. Indem man nicht so eng wie die SDR an Bedingungen einer bestimmten Wirtschaft oder einer Gruppe von Volkswirtschaften gebunden wäre
 Risikofreier Vermögenswert: Dem Bancor käme die höchste Bonität zu.
 die Währung der Weltzentralbank als Kreditgeber der letzten Instanz.
Diese stellt erforderliche liquide Mittel in plötzlichen Krisen automatisiert bereit - während dies bisher einer Notenbank -selbst der US-Notenbank - nicht in jedem Fall gelingen mag.
 Mittel zur Feinabstimmung. Mit dem Bancor als Weltwinheitswährung wäre eine bessere Feinabstimmung zwischen sich annähernden Volkswirtschaften möglich anstelle der bisherigen Parallelwährung in Form des US-Dollars oder des SDR-basierten Systems.
Wiederum sollte das besser automatisiert erfolgen als in aktuellen oder im SDR-basierten System.

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