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  • DasWoelfchen

mehr als 1000 Beiträge seit 21.01.2003

Daten seien der Rohstoff der Digitalisierung und bildeten die Grundlage ...

Daten seien der Rohstoff der Digitalisierung und bildeten die Grundlage für digitale Wertschöpfung. Unternehmen sollten mehr Möglichkeiten erhalten, das neue Öl der Wirtschaft zu fördern und zu vermarkten.

Ich finde das seltsam: Denn wenn meine Daten ein digitaler Rohstoff sind, dann kann ich doch auch über die Förderung und Vermarktung meiner Daten selbst bestimmen, oder?
Alles andere käme dann doch einer digitalen Enteignung gleich.

Zwar reden die Politiker immer von digitalen Rohstoffen und deren Ausbeutung, aber von Kosten und Vergütungen für die Datenlieferanten wird seltsamer Weise nie geredet.
Es scheint fast so, als ob Daten quasi in einer digitalen Kostenloskultur von Allen zur Verfügung gestellt werden müssen.
Das mag ja noch Ok sein, wenn diese Daten nicht zu kommerziellen Zwecken genutzt werden. Spätestens dann aber, wenn jemand mit diesen Daten Geld verdienen möchte, sollte dieser diese Daten aber auch bezahlen - wie es bei physischen Rohstoffen auch der Fall ist.
Ich sehe da durchaus auch Parallelen zum Urheberrecht. Denn erstens unterliegen Datensammlungen auch dem Urheberrecht (und meine persönlichen Daten sind eben auch eine Form der Datensammlung, die ich selbst geschaffen habe) und zweitens würden die selben Politiker niemals auf die Idee kommen alle Werke auf einmal als gemeinfrei zu deklarieren.

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