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Avatar von Lama Babyatollah Comedownie
  • Lama Babyatollah Comedownie

mehr als 1000 Beiträge seit 03.05.2000

SCO vs. Linux: BEWEISE GEFUNDEN! Verfahren eingestellt, Geschichte zu Ende!

Im Verfahren um ganz bestimmt unrechtmäßig aus System V nach Linux
transferierten, SCO gehörenden Quellgedanken der ersten Stunde durch
IBM, SGI, Novell, AutoZone, Chrysler und dem Rest der Welt hat die
SCO Group nun endlich den lange gesuchten Beweis gefunden, der ein
Verschulden der Welt und ganz besonders von Linux beweist. (Amen!)

So sollen nach einer Meldung des Newsdienstes CNix Rechte an dem
in System V präsentierten Programm /bin/true, den wesentlichen
Konstrukt sogenannter Endlos-Schleifen, einer Erfindung von SCO,
geltend gemacht worden sein. (Amen!)

Die Dimension der Ansprüche erweitert sich damit ins Grenzenlose,
denn wie Heise Forumsticker gleich ausführt, bezieht sich das
Copyright an dem Programm /bin/true auf die Essenz von Nichts
und damit Allem. (Amen!)

Den Nachweise seiner erweiterten Forderungen auf das Copyright
von »Nichts«, »Gar Nichts« und »Überhaupt Nie & Nimmer Was«
führt der zum Weltgott erhobene Darl McBride anhand eines
vollständigen, ungekürzten Programm-Listings aus, das dem
Heise Forumsticker zugespielt wurde:

-------------------------------------------------------------
    #!/sbin/sh
    #Tag 3840
    # Copyright fuer alle Zeit bei SCO's Herrn DarlMcBreit
    # Alle Vorbehalte Rechtens
    #
    # Copyright (c) 1984, 1986, 1987, 1988, 1989 AT&T
    # All Rights Reserved
    #
    # THIS IS UNPUBLISHED PROPRIETARY SOURCE CODE OF AT&T
    # The copyright notice above does not evidence any
    # actual or intended publication of such source code.
    #ident "@(#)true:true.sh 1.4"
    #ident "$Revision: 1.6 $"
-------------------------------------------------------------
Listing 1: Das corpus delicti »/bin/true«

Experten bewerten das Copyright nach näherer Untersuchung mit
Röntgenaugen und Lichtorgel als eindeutig AT&T zuzuordnen und
zwar nach neuesten Erkenntnissen »mit grösster Wahrscheinlich-
keit aus dem Jahre 1984, 1986, 1987, 1988 und 1989«.  Danach
seien wohl dem Copyright zufolge die Rechte unwiderruflich an
den Herrn (SCO) übergegangen so die Experten weiter. (Amen!)

Interessant ist nun, was durch das Copyright in dieser Datei
geschützt wird, umfaßt es doch »Nichts«, nicht einmal eine
einzige Zeile und daher »Alles«, denn Alles bedingt ja das
Nichts, wie schon Aristarch feststellte. Ohne Nichts wäre
Alles Nichts, daher muß Alles aus dem Nichts erscheinen,
sobald Nichts mehr da ist, deswegen steht nun Alles Nichts
unter Copyright und Nicht Alles darf daher kopiert werden.

Derzeit arbeiten 243 Anwälte bei SCO an der Überprüfung des
Rechtsanspruchs des Copyrights für »Nichts«, »Nichts Besonderes«,
»Nichts Wichtiges« und »Nichts Nennenswertes« auf andere Bereiche
der IT, die ohne den in Linux aus SCO geklauten Code niemals
hätten existieren können, z.B. den Heise Forumsticker. Im Heise
Forumsticker posten jeden Tag viele lustige Leute ziemlich viel
»Nichts Wichtiges« und »Nichts Besonderes«, das alles unter das
Copyright von System V's »Nichts« fallen könnte, so McBreit.
Der Richter konnte das Nichts nachvollziehen, stellte das
Verfahren, in dem es bewiesenermassen im Grunde um Nichts
ging, ein und fuhr in's verlängerte Wochenende.

Somit dürfte der Fall SCO vs. Linux endlich zu einem Abschluß
gekommen sein.

Der Sprecher von IBM sicherte zu, dass man in Zukunft Nichts
unter die OpenSource-Lizenz stelle und somit Nichts nicht mehr
geklaut werden müsse, um es in Linux kopieren zu dürfen.

SGI benutzte schon immer sein eigenes Nichts, um das man
drumherumfliegen kann.

Daimler-Chrysler meinte, sie hätten schon 7 Jahre nichts
mehr von SCO in ihren Rechnern laufen und haben sofort nach
Bekanntwerden der Klagen dieses geschützte Nichts durch das
freie Linux ersetzt.

AutoZone meinte, mit SCO hätten sie Nichts verkauft, mit
Linux bekäme der Kunde nun endlich was.

Der Richter erinnert sich an Nichts ganz gut, aber wusste
schon am folgenden Montag, als er um eine Stellungnahme
gebeten wurde, nicht mehr, worum es eigentlich ging.

Darl McBreit kündigte seinen Job als Weltherrscher, Gott
und Ideengeber bei SCO. Nach eigener Auskunft plant er den
ersten Privatflug zum Mars, wo er Support für HP-Drucker
leisten will, die er mal in nem Werbespot dort gesehen hat.
Er erhofft sich Lizenzzahlungen in Millionenhöhe, da die
dort oben in rauhen Massen Nichts haben und auch bestimmt
SCO noch nicht kennen. Ausserdem will er prüfen, ob die
NASA geklauten Code aus SCO-Unix einsetzt.
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