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  • Zapatec

8 Beiträge seit 23.02.2011

Die weltweit größte Eieruhr

Das vorgestellte Konzept steht und fällt mit der Annahme, der
Granitzylinder sei als idealer isotroper und homogener Körper zu
betrachten.

Nun ist Granit als erkaltete Schmelze *immer* von Spalten und Klüften
durchzogen, diese durchziehen den gesamten Pluton im Abstand von
wenigen Metern, sind also nicht nur an den Randgebieten eines
Granitkörpers anzutreffen. Zudem ist der Zylinder mechanischen
Belastungen ausgesetzt durch sein eigenes Gewicht,
Schwingungsvorgängen bei Lastwechseln, Reibung der Zylinderwände am
anstehenden Gebirge, Schrumpfung durch die Temperaturänderung bei
Erstbefüllung des Hubraums, usw... Nun die Preisfrage: Welcher Wert
muß als Reibungskoeffizient µ angenommen werden, damit die
zylindrische Gesamtform sich nicht entlang der Spalt- und
Kluftflächen auflöst?

Ein Zylinder dieser Abmessungen aus Granit(!!) ist kein isotroper
Körper. Druckspannungen hält er hervorragend stand, bei Zugspannungen
ähnelt sein Verhalten immer mehr dem einer viskosen Flüssigkeit.

Ich weigere mich hier eine Berechnung zu versuchen, stattdessen nur
eine grobe Schätzung auf Basis bergmännischer Erfahrungen: Es wird
ein Eieruhr-Effekt zu beobachten sein, und wir werden schon nach
kurzer Zeit den ehemaligen Zylinder kleinstückig am Boden des
Hubraums wiederfinden.

Fördermittelaquise, pffft... 
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