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  • iMave.23

395 Beiträge seit 01.12.2008

Re: Ich dachte es geht um das "Urheberrecht"?

Edna Krabappel schrieb am 16. Dezember 2012 17:06

> Warum darf ein Musiker sein Lebenswerk nicht vereben, wie es mit
> materiellem Eigentum auch geht? Sind nicht viel mehr von Beruf "Sohn"
> oder "Tochter", weil sie eine Firma geerbt haben und sich ggf. sogar
> aus der Geschäftsführung zurückgezogen haben, aber locker trotzdem
> von ihren Anteilen der Firma leben können, als Kinder von
> Komponisten, die von den Einkünften aus der Rechteverwertung leben?

Mit Beruf "Sohn" hatte ich schon immer ein Problem. In der Regel tut
man den Kindern keinen Gefallen damit. Ich denke man sollten ihnen
eine Gute Ausbildung zukommen lassen und er Rest findet sich von
selbst. Das mache ich bei meinen Kindern genau so.

Der Mensch als Individuum braucht Aufgaben und Möglichkeiten an denen
er wachsen kann. Wenn schon alles da ist, dann verkümmert er, weil er
keinen wirklichen Anspruch mehr hat. Es gibt zwar Ausnahmen, aber i.
d. R. kommt nichts Gutes dabei raus. 

Dabei reden wir aber von materiellen Gütern.

Bei immateriellen Gütern sieht die Sache aber ganz anders aus. 

Wenn einer z.B. gut Brot backen kann, dann kann er diese Fähigkeit
auch nicht an die Kinder vererben, wenn sie das Gleiche tun wollen,
dann müssen sie sich das erarbeiten. 

Das selbe gilt hier für einen Star-Dirigenten. Da steckt immer Fleiß
und Ausdauer dahinter.

Falls Du mein Posting genau gelesen hast, können die Kinder des
Urhebers ja durchaus Sohn oder Tochter mit dem zu Lebzeiten
erworbenem Vermögen spielen.

D. h. der Urheber kann zu Lebzeiten materielle Dinge anhäufen, die
mit denen er seine Kinder und Angehörigen auch über den Tod hinaus
versorgt, so wie der Bäcker seine Backstube vererben kann.

Ist doch eigentlich alles ganz einfach.

Und mal ehrlich, bei einem Urheberrecht, das mittlerweile schon auf
70, 80 oder 90 Jahre verlängert wurde gehts ja nicht mal mehr um die
Kinder, oder?


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