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  • Umbranet

34 Beiträge seit 18.08.2017

Das wirtschaftliche Schlachtfeld verlagert sich

Früher boten Kinos etwas, das man normalerweise nicht hatte: Filme in hoher Qualität, Atmosphäre (diskutabel) und ähnliches. Schon länger ist das Monopol der hochauflösenden Filme (ohne DVDs zu kaufen) des Kino-Geschäfts gefallen. Wir beobachten schon länger den Trend, dass VoD Services die Dominanz übernehmen, weil sie einfach eine Reihe an Vorteilen bieten.

Ich schaue wann ich will, pausiere wann ich will, hole mir Snacks (ohne meine Seele zu verkaufen wie im Kino) wann ich will. Außerdem kann ich mir für die Kosten EINES Kinobesuchs 1-3 Monate VoD-Abo besorgen und duzende Filme schauen, wenn ich Lust drauf hab.

Besonders anzumerken ist noch die Konkurrenz durch Serien. Diese waren früher nur als (mitunter sehr teure) DVD-Boxen oder eben im Fernsehen zu haben. Durch VoD finden diese so viel größere Verbreitung, einfach durch ihre Verfügbarkeit. Durch ihre längere Laufzeit bieten sie mehr Fläche für Storyprogression und Charakterentwicklung, etc. Heute gibt es für praktisch jeden Geschmack eine Serie und ich muss sagen, es gefällt mir.

Als letzten Punkt bleibt, dass die Filme, zumindest meiner subjektiven Wahrnehmung nach, massiv an Qualität verloren haben. Es kommt so viel hochgehypte Scheiße in die Kinos, wo mir die 15€+ fürs Kino zu schade sind. Der Witz ist ja eben, dass ich nicht weiß ob der Film gut ist. Ich kaufe also eine (recht teure) Katze im Sack. Daraus entsteht ein sehr großer Pluspunkt für VoD: Gefällt mir ein Film nicht, schaue ich ihn nicht weiter. Kostet mich nix außer etwas Zeit.

Fazit: Ich denke nicht, dass Kino zeitnah aussterben wird, aber sein Monopol als Präsentationsfläche für Filme, von dem es praktisch lebte, hat es verloren. Denkt sich das Gewerbe nichts neues aus, wird es langfristig sterben, denn echte Features bietet es kaum.

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