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  • McGyver777

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Re: Was soll der Humbug nicht auf Windows 10 upzugraden?

tony_hawks schrieb am 07.02.2016 16:52:

Jahrelang basht Heise Windows XP, die Leute fahren zu wenig Updates und XP wird zu Virengefahr.
Dann werden neue Mechanismen eingezogen und das System überabrbeitet. UAC? Egal, aufeinmal zu anstregend und doof, findet Heise.
Windows 7 ist dann mal okay, Windows 10 wird kritisiert wegen Datenschutzeinstellungen, die JEDER abstellen kann. Das Update auf 10 wird allen ermöglicht, aber nee, ist auch doof.
Es wird sich über OPTIONALE Microsoft-Konten beschwert, obwohl seit Jahren niemand auch nur einen Apple-Rechner in Betrieb nimmt ohne Apple-ID und (offiziell) nur mit Kreditkarte, aber das ist toll.

Das Upgrade verursacht in der breiten Masse weniger Probleme als die der Mitbewerber, obwohl die nur eine Handvoll verschiedener Geräte zu bespaßen haben. Aber nee, das geht bei MS gar nicht, obwohl die auch noch eine unendliche Masse an Hardware von den exotischsten Herstellern in der freien Wildbahn haben.

Und wer sich heute noch über Software aufregt, die unter XP lief und jetzt langsam mal muckt... XP ist aus dem Jahre 2001!

Deine Argumentation ist im Großen und Ganzen richtig.
Es gibt aber halt doch Fälle, wo ältere Hardware und Software den Sprung auf W10 nicht unbeschadet der Funktion mitmachen, was bei der Komplexität des Softwareangebots für die Windows-Plattform nicht verwunderlich ist.

Was Microsoft hier aber auch - und teilweise zu Recht - vorgeworfen wird, ist, daß sie "Märkten hinterherrennen", und das mit ziemlich erhöhtem Druck auf die User (siehe GWX). Die Umbenennung von PROGRAMMEN, ANWENDUNGEN / APPLIKATIONEN in das durchweg infantile "Epp" ist ein Versuch, auch sprachlich mit Apple und Google gleichzuziehen. Völlig unnötig. Das ist plattestes Marketing für den Massenmarkt, und hat mit der eigentlichen Technik unter der Haube von W10 nichts zu tun. Die oft polemisch als "Schnüffelfunktionen" bezeichneten Netzwerkfeatures (z.B. Telemetrie) in W10 sind aus Sicht von Microsoft vielleicht nachvollziehbar, aber technisch ebenfalls nicht wirklich notwendig. Und man kann sie trotzdem bei Nichtgefallen abschalten.

W10 ist - nach entsprechender Konfiguration - performant, gut abgesichert, und die neue GUI ist auf verschiedenen Gerätearten und -generationen sehr gut bedienbar, sobald man sich mal daran gewöhnt hat.

Der Rest ist wohl hauptsächlich die niemals endende Pro-Kontra-Ideologie zum Thema: "wer hat den Längsten". Mir ist es aber lieber, die Leute denken über das Für und Wider der von ihnen genutzten Betriebssysteme nach, als das Gegenteil.

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