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Avatar von Corvus Corax

mehr als 1000 Beiträge seit 25.03.2002

Was der Verfassungsrat also praktisch aussagt ist:

Das Urheberrecht bekommt man nicht durch irgendwelches Flickwerk in
eine Verfassungsgemäße Form.

Entweder man schafft sich ein repressives Gesetzeswerk, das jegliche
unauthorisierte Informationsweitergabe - da digitales Eigentum - dem
Diebstahl gleichstellt und bestraft, und damit im Prinzip die
Bevölkerung zu gunsten der sogenannten "Rechteinhaber" (und
insbesondere der Verwerter) Repressalien und Willkür aussetzt.

Oder man ist konsequent und schafft es ganz ab, bzw kippt den an sich
absurden Begriff des "geistigen Eigentums"

Da wir alle wissen, wie das französische Volk im algemeinen auf
repressalien und Willkür (insbesondere aber nicht nur des Staates)
reagiert, wird wohl der Druck zu  Lösung 2 in Zukunft zunehmen,
spätestens dann wenn sich die Folgen dieses Gesetzeswerks auszuwirken
beginnen und massenweise Filesharer angeklagt werden (die alle
einzusperren btw schlichtweg inpraktikabel ist), Softwarelösungen zur
Datenrettung verboten werden, und Daten in grösserem Umfang, mangels
Sicherung, verloren gehen.

Bleibt die Frage - war das jetzt eine besonders weise, oder eine
besonders dämliche Entscheidung - und was ham die sich dabei
eigentlich gedacht ???
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