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Avatar von fschutt
  • fschutt

15 Beiträge seit 26.09.2017

Guter Artikel bzgl. "Gleichberechtigung"

https://www.linuxjournal.com/content/girls-and-software

Fand ich sehr gut zu dem ganzen Thema "Gleichberechtigung", wie eine Programmiererin dieses Thema beschreibt:

With one exception, I've heard these lectures only from women, and women who can't code at that. Sometimes I want to shout "you're not a programmer, what are you doing here?!"

Die meisten die "CoC" und "Mehr Frauen in Technik" schreien sind irgendwie die, die am wenigsten können und von diesen Änderungen am meisten profitieren. Komisch, nicht?

Mir persönlich ist es komplett egal, wer den Code schreibt. Allerdings hasse ich es, dass sich die Idee das Frauen irgendwie sanfter behandelt werden müssen, in Deutschland breit macht. Wenn ich sage, dass der Code nicht in Ordnung ist, dann ist das ganz sicher nicht, weil er von einer Frau geschrieben wurde (was man oft am Benutzernamen noch nicht einmal erahnen kann). Freundlich zu sein und niemanden zu beleidigen muss nicht niedergeschrieben werden, es ist eine Selbstverständlichkeit.

Ich habe es ebenfalls noch nicht gesehen, dass ein CoC irgendwas Gutes bewirkt hat. Node.js hat es getroffen und es hat nur dazu geführt dass Douglas Crockford fast gefeuert wurde, nur weil die Frauen im Reviewboard einfach keine Männer mochten. FreeBSD Mitgliedern darf man keine Komplimente mehr machen, das sind dann gleich Beleidigungen. Brendan Eich wurde eine 20 Jahre alte Spende an konservative Politiker angehängt. Die größten CoC-Verbrecher sind die, die den CoC ins Leben rufen, ironisch, nicht wahr?

Ebenso hasse ich die Diskriminierung gegen Jungs, welche schon in der Schule anfängt. "Du kannst diesen Kurs nicht belegen, wir brauchen noch mehr Mädchen". Dass diese sich nicht für den Kurs interessieren, ist egal. Quoten müssen eingehalten werden.

Manche Industriefelder sind halt hauptsächlich von Männern belegt, nicht weil Männer abweisend oder sexistisch sind, sondern weil sich Frauen nicht dafür interessieren. Meine Theorie, warum die Situation so ist, ist, dass wenn Jungs in der Schule sich selbst überlassen werden während Mädchen Förderungen von allen Seiten erhalten, sich Jungs die Jobs suchen, wo man wenig mit den Menschen zu tun hat, die einen ständig vernachlässigen. Technische Berufe sind da großartig - man hat generell wenig mit Menschen, und nur das Können zählt. Zumindest bis jetzt. Allerdings ist das nur meine Theorie aus persönlichen Erfahrungen.

Programmieren ist ebenfalls kein "sozialer" Beruf. Ich habe es erlebt dass meine Schulkameradinnen sich wünschten in "Jobs, die mit Leuten zu tun haben" (nicht meine Worte). Abgesehen von Meetings ist programmieren eher "asozial" - die meiste Zeit verbringt man mit einer leblosen Maschine.

Ich habe Frauen getroffen, die Programmieren gelernt haben. Wenn ich eins sagen kann, ist es, dass diese Frauen keinen Deut auf das Geschlecht ihres Gegenübers geben. Und ich auch nicht. Die einzigen, die mit der Geschlechterverteilung ein Problem haben, sind die, die überhaupt nichts mit dem Berufsfeld zu tun haben. Sie sehen "Programmierer sind überwiegend männlich, ja da müssen wir mal nachhelfen!". Und dann geht das Geschrei los. Das Problem dabei ist dass man mit diesen Leuten nicht wirklich reden kann, da sie Logik mehr oder weniger außen vor lassen. Wenn man nichts sagt, lässt man diese Leute mehr und mehr frei walten. Wenn man etwas sagt ist man direkt sexistisch oder rassistisch. Der einzige Weg zu gewinnen ist nicht mitzuspielen und diese Leute sich selber zu überlassen. Sollen sie halt sehen, was sie davon haben. Rafael hat das ganz richtig gemacht.

Ich bin übrigens froh, nicht bei Google zu arbeiten, da würde ich jetzt wahrscheinlich für diesen Kommentar gefeuert werden (siehe James Damore).

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