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  • Bernd Paysan

mehr als 1000 Beiträge seit 11.01.2000

Deshalb funktioniert Wikipedia ja auch nur in der Praxis

In der Theorie ist die Qualitätssicherung komplett unmöglich, weil die kostet ja viel Geld!

Ich glaube, wir brauchen eine neue Theorie. Denn die Realität ist ja anders: Die jetzige pre-publication-Review-Qualitätssicherung bedeutet, dass 2 oder 3 Leute oft oberflächlich über eine Arbeit geguckt haben, und sie dann, wenn nicht zu viel neues und nicht zu viel Müll drin stand, oder sie den Autor kennen, durchgewunken haben.

Open Access-Review ist nach der Online-Stellung. Da kann dann auch ein subtiler Denkfehler, der erst fünf Jahre später gefunden wird, ein Papier zum Wanken bringen. Oder eine umwälzende Arbeit gewürdigt werden, für deren Verständnis es mehr Zeit braucht als einmal querlesen. Wenn wir alle Peers sind, und jeder etwas beitragen kann zur Bewertung, und Feedback mit dem Autor möglich ist (als "lebendes Dokument"), dann haben wir sicher bald eine viel höhere Qualität der Wissenschaft.

In der Theorie funktioniert das nicht. Aber in der Praxis gewiss. Aus Wikipedia sollte man lernen, dass man keine Admins zum Wächterrat erheben darf.

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