Menü
Avatar von Tonk
  • Tonk

628 Beiträge seit 28.04.2000

"Qualitätssicherung" durch Verlage

Wo findet die denn statt?

Bei den Konferenzbänden an denen ich mitgearbeitet habe (als Autor von Beiträgen sowie in Review-Prozessen, wenn es nicht ohnehin Peer Review war), haben die Verlage eine Formatvorlage an die Konferenzleitung geschickt und die Verträge, die alle unterschreiben mussten. Im Gegenzug haben sie erwartet, dass sie eine fertige PDF-Datei als Druckvorlage bekommen und dass für alle publizierenden Konferenzteilnehmer jeweils ein Konferenzband kostenpflichtig abgenommen wird.

Die Herausgeber und Reviewer, die die ganze Arbeit sowohl der Druckvorlagenerstellung als auch der inhaltlichen Qualitätssicherung geleistet haben, haben das ohne finanzielle Gegenleistung gemacht. Dafür hat sich der Verlag die Verwertungsrechte weitestmöglich gesichtert. Die Konferenzbände sind dabei jeweils so überteuert (wenn man bedenkt, dass der Verlag keine Kosten für Vorlagfenerstellung und Verwertungsrechte hatte), dass sie niemand freiwillig kauft.

Es ist nur für die Herausgeber und Autoren immer noch "schick", wenn da Springer oder Elsevier oder oder auf dem Cover steht. Dabei könnte man mit gleichem Aufwand und gleicher Qualität das alles zu viel geringeren Kosten erstellen - und die Rechte an den zumeist öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen nicht kommerziellen Verwertern in den Rachen schieben.

Man müsste sich nur mal von der Eitelkeit von "Ich habe Springer-/Elsevier-/Hastenichgesehen-Publikationen" befreien.

Bewerten
- +
Anzeige