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  • CyrilSnear

10 Beiträge seit 15.05.2017

Microsoft ist schuldig und die Konsequenzen sind einfach

Die Schuld trägt Microsoft aus zwei einfachen Gründen:

1.Missbrauch der Updatefunktion für das Sammeln von Nutzerdaten, die Installation neuer Funktionalität und für Werbezwecke.

2.Zurückhalten von Patches für Windows XP.

(1) hat dazu geführt, dass man vorsichtig beim Einspielen von Updates geworden ist. Updates werden nicht mehr sofort installiert, weil es in der Vergangenheit mehrfach Probleme bei der Aktualisierung des Systems gegeben hat. In Unternehmen müssen heute erst Tests durchgeführt werden, ob nach einem Update tatsächlich weiter alles so funktioniert, wie es soll. Der Vertrauensbruch durch Microsoft ist zum Problem geworden.

(2) Es ist ein Witz, dass weiter Patches existieren, die sicherheitskritische Lücken schließen in Windows XP existieren, die Microsoft aber für Privatanwender nicht rausrückt. Hier muss die Politik sofort aktiv werden und Microsoft dazu zwingen diese Update an alle zu verteilen. Die Anzahl der XP-Nutzer, die sich die POSReady-Updates installieren, dürfte relativ gering sein.

Die Konsequenzen sind einfach:

1. Software muss eine Updatefunktion besitzen, die ausschließlich Sicherheitslücken schließt. Keine neue Funktionalität, keine unkritischen Bugfixes - nicht einmal Rechtschreibfehler dürfen über die Funktion ausgebaut werden. Das muss für jede Art von Software gelten: Betriebssysteme, Browser, Datenbanken - alles.

2. Microsoft muss gezwungen werden, alle Updates für Windows XP an alle Nutzer zu verteilen.

3. Software darf kein Verfallsdatum haben. Sicherheitskritische Lücken müssen immer geschlossen werden - auch noch nach 20 Jahren. Erinnert sich jemand an die Probleme, die es mit den Chryler-Modellen Jeep Liberty und Grand Cherokee gab? Der Tank saß im Heck und konnte bei einem Auffahrunfall platzen. 2013 begann die Rückrufaktion für 2,7 Millionen betroffene Modelle seit 1993. Chrysler wehrte sich, aber US-Behörden und Kunden blieben hartnäckig. Und so wurde selbst bei 20 Jahre alten Autos das Heck verstärkt - kostenlos! Man stelle sich, dass Chrysler sich so hätte verhalten dürften wie Microsoft und den Kunden nach 15 Jahren einfach informiert hätte, dass er sein voll funktionierendes Auto lieber in der Garage stehen lässt, weil man es nicht mehr umbaut - weder kostenlos noch kostenpflichtig.Undenkbar - aber in der IT Realität.

CyrilSnear

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