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  • Odde23

906 Beiträge seit 16.10.2009

Weil KMUs die Manpower und das Geld fehlt

Wir betreuen als Systemhaus viele Klein- und Kleinstbetriebe. Dort wird zum Teil nach wie vor zumindest teilweise Win XP oder Win 2003 eingesetzt. Warum? Weil irgendwelche Spezialsoftware drauf läuft, die für bestimmte Anwendungsfälle (Ansteuerung von Maschinen etc.) Entwickelt wurde und von der es vom Hersteller für das eingesetzte Maschinenmodell keine aktuellere Version gibt, weil irgendwelche benötigten Protokolle nicht mehr angeboten werden. Oder es ist Individualsoftware, häufig als Middleware zwischen ERP (von der Stange) und irgendwelchen internen Prozessen. Wenn man die alle paar Jahre tauschen muss, weil das neue Betriebssystem dies und das nicht mehr unterstützt, so überfordert das vielfach kleine Betriebe. Ähnliches erlebt man bei kommunalen Einrichtungen.

Größere Firmen mit 50-100 Mitarbeiter und mehr, sind hingegen recht entspannt, wenn sie alle 5-10 Jahre eine sechsstellige Summe in die Weiterentwicklung von Software stecken müssen. Die können das stemmen und tun das zumeist auch von sich aus.

Was zudem auch auffällt, in Kleinbetrieben fehlt regelmäßig das Know-how und die Manpower vor Ort um regelmäßig zu prüfen, ob Updates auch wirklich installiert wurden (der Windows Updateclient hat ja bekanntlich manchmal keinen Bock mehr). Dann sind die Systeme oft über Monate ungepatched, bis es durch Zufall auffällt. Wir bieten als Systemhaus zwar all das inkl. Monitoring und Installation der Updates außerhalb der Arbeitszeit an, nur können oder wollen das die kleinen oft nicht bezahlen. Imho liegt es meist eher am nicht können und nicht wie oft behauptet am nicht wollen.

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