Ich nehme an, dass als Nächstes dann das beliebte "Genderistinnen,
bitte übernehmen Sie" gespielt wird, dann kann man etliche
Diskussionen nämlich vergessen. Das erlebe ich bei Mailinglisten auch
immer wieder.
"Am xy Tag gibt es eine Diskussion über den Zensur. Zuhörer sind
ausdrücklich willkommen" - Antwort: Auch Zuhörerinnen? blablabla...
Und dann Berlin - sicher, viele Leute lieben Berlin, Berlin ist
politisch aktiv usw. usf. (ist klar), aber so nach und nach wird
immer mehr nach Berlin verlagert oder gleich politisch korrekt nach
Brüssel. Demonstration? Oh, aber doch bitte in Berlin. Aktion? Aber
doch in Berlin. Neue NGO - natürlich in Berlin.
Ich weiß nicht so recht, aber mir ist das zuviel Berlinisierung. Auch
kann ich persönlich mit dem Lobbyansatz nicht so viel anfangen,
vielleicht bin ich auch einfach zu prollig, aber die "Anzugträger und
Latte Machiato-Süffler"-Kommune mit revoluzzerischem Joint im
Schnütchen während sie von Wordles, dem neuesten auszucheckendem
Tweet, dem ad-hoc-Aktivismus, Grassrootmovements und Co. sprechen
sind für mich einfach nichts. Sicher hat jede Ecke ihre eigene
Sprache, aber ich fühle mich da immer von jeder Menge Sprechblasen
umgeben, in denen irgendetwas Cooles steht, was man auch simpler
ausdrücken könnte.
Das ist für mich auch ein Punkt, der bei vielen Analysen des
derzeitigen Zustandes von Land, Welt oder was auch immer, auffällt.
Sie betreffen ja oft gerade auch die Leute, die nicht die Buzzworte
und die Philosophienudeln in sich hinein gelöffelt haben. Warum
versucht man nicht einmal mehr, dieses "Schwafeln" und dieses
Marketinggerede zu vermeiden und Leute _einfach_ anzusprechen? Wenn
ich jemandem, der in einer ärmeren Gegend wohnt und befürchten muss,
dass diese demnächst als hippes Zentrum entdeckt und entsprechend
teuer wird, mit Gentrifizierung, mit dem sozialökonomischen Aspekt
des Eigentums oder dergleichen komme, dann schaut der mich nur schräg
an. Aber die Artikel sind so geschrieben, sie gehen zwar alle an,
aber sie bemühen sich nicht einmal mehr, auch möglichst viele
anzusprechen, sondern sind Elfenbeintürmchenessays, wie ich finde.
bitte übernehmen Sie" gespielt wird, dann kann man etliche
Diskussionen nämlich vergessen. Das erlebe ich bei Mailinglisten auch
immer wieder.
"Am xy Tag gibt es eine Diskussion über den Zensur. Zuhörer sind
ausdrücklich willkommen" - Antwort: Auch Zuhörerinnen? blablabla...
Und dann Berlin - sicher, viele Leute lieben Berlin, Berlin ist
politisch aktiv usw. usf. (ist klar), aber so nach und nach wird
immer mehr nach Berlin verlagert oder gleich politisch korrekt nach
Brüssel. Demonstration? Oh, aber doch bitte in Berlin. Aktion? Aber
doch in Berlin. Neue NGO - natürlich in Berlin.
Ich weiß nicht so recht, aber mir ist das zuviel Berlinisierung. Auch
kann ich persönlich mit dem Lobbyansatz nicht so viel anfangen,
vielleicht bin ich auch einfach zu prollig, aber die "Anzugträger und
Latte Machiato-Süffler"-Kommune mit revoluzzerischem Joint im
Schnütchen während sie von Wordles, dem neuesten auszucheckendem
Tweet, dem ad-hoc-Aktivismus, Grassrootmovements und Co. sprechen
sind für mich einfach nichts. Sicher hat jede Ecke ihre eigene
Sprache, aber ich fühle mich da immer von jeder Menge Sprechblasen
umgeben, in denen irgendetwas Cooles steht, was man auch simpler
ausdrücken könnte.
Das ist für mich auch ein Punkt, der bei vielen Analysen des
derzeitigen Zustandes von Land, Welt oder was auch immer, auffällt.
Sie betreffen ja oft gerade auch die Leute, die nicht die Buzzworte
und die Philosophienudeln in sich hinein gelöffelt haben. Warum
versucht man nicht einmal mehr, dieses "Schwafeln" und dieses
Marketinggerede zu vermeiden und Leute _einfach_ anzusprechen? Wenn
ich jemandem, der in einer ärmeren Gegend wohnt und befürchten muss,
dass diese demnächst als hippes Zentrum entdeckt und entsprechend
teuer wird, mit Gentrifizierung, mit dem sozialökonomischen Aspekt
des Eigentums oder dergleichen komme, dann schaut der mich nur schräg
an. Aber die Artikel sind so geschrieben, sie gehen zwar alle an,
aber sie bemühen sich nicht einmal mehr, auch möglichst viele
anzusprechen, sondern sind Elfenbeintürmchenessays, wie ich finde.