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  • hardyAdmin

mehr als 1000 Beiträge seit 14.07.2008

Re: 14 jahre admin, entwickler

> Was dieses Arbeiten um Freizeit finanzieren zu können betrifft, oder
> mal ganz allgemein der vielbeschworene Work-Life-Balance Kram:
> Wer arbeitet nur um Geld zu verdienen hat imo. ein ziemlich trauriges
> Leben,

Schöner ist es natürlich, wenn die Arbeit Lebessinn stiftet. Leider
ist das gar nicht so oft möglich - DAS ist traurig, weniger das Leben
der Opfer.

Auch auf einem guten Posten, z.B. bei der Müllabfuhr (sofern er noch
gut bezahlt wird), macht man natürlich etwas sinnvolles, was vielen
Leuten sehr nützt, und auch der Umwelt.
Trotzdem ist sogar ein so guter Job wohl kaum Lebenssinnstiftend. Das
macht man also nur, um Geld zu verdienen - und das finde ich jetzt
nicht so traurig.

.
> wir alle verbringen im Mittel den überwiegenden Teil der
> wachen Zeit mit dem Job, d.h. der Job gehört zu einem großen Teil zum
> Lebensmittelpunkt und sollte so auch mindestens das eigene Leben
> bereichern und im besten Fall außerordentlich viel Spaß machen.

Die Woche hat 168 Stunden. Wer vielleicht 8h täglich schläft, dem
verbleiben noch 112 "wache" Stunden, also ca. 2/3 der Rotation.

Wenn man eine 40h-Woche hat, und im schlechten Fall vielleicht noch 2
üble Stunden täglich zur Anfahrt, hat man mit 50h "nur" die Hälfte
der wachen Zeit bei der Erwerbsarbeit (ohne Urlaub und Krankheit).

Lebensmittelpunkt sollte das m.E. nicht sein.
Klar, wenn ich im Monat ab 10.000 EUR Brutto mache, dann darf das
einen gewissen Hauptraum im Leben einnehmen, aber für Piß-Löhne unter
2.000 EUR doch bitte nicht. Und sehr viele haben nicht mal 2.000 EUR
Brutto.

.
> Wenn letzteres der Fall ist ist man für gewöhnlich in seinem Job auch
> außerordentlich gut und wechselt für gewöhnlich auch häufiger den Job
> da es entweder neue spannende Dinge zu machen und zu entdecken gibt
> oder andere einen aufgrund der fachlichen Kompetenz abwerben.

Wenn Du mal erwachsen bist, wirst Du feststellen, wie teuer das Leben
in Wirklichkeit ist, und wirst erkennen müssen, daß Du nahezu nie
"aus Spaß" arbeitest.
Schon alleine wenn Dir klar wird, daß derzeit schon mindestens 50
Cent (ich denke eher 60-65 Cent) von jedem Deiner verdienten Euros
gegenleistungslos an arbeitsscheue Zinsgewinner geht, direkt und
indirekt, wirst Du sehen, wie Du ausgebeutet und verarschst wirst.
Denn so groß kann der Spaß an einer Arbeit gar nicht sein, daß man
über die Hälfte des Ertrags an Faulenzer abgeben möchte. Dazu kommen
noch die Steuern (ohne den Zinsanteil) und die Sozialabgaben.

.
> Arbeiten nur des Geldes wegen ist meiner Meinung nach bescheuert und
> absolut verschwendete Zeit.

Erwerbsarbeiten ist IMMER bescheuert und verschwendete Zeit - aber da
man sonst nur durch Raub und Kriminalität (=Zinswirtschaft) ohne
Erwerbsarbeit überleben kann, muß der durchschnittliche Deutsche
leider seine Zeit "verschwenden".

.
Admin

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