Menü
Avatar von rdoch
  • rdoch

mehr als 1000 Beiträge seit 03.07.2003

Eher gibt es in fünf Jahren keine Redakteure/Autoren mehr...

Kein Fachjournal kommt ohne Autoren aus. Doch in fünf Jahren könnte der Beruf aussterben – zumindest kann sich das so mancher vorstellen. Aus welchen zehn Gründen das Szenario realistisch ist. (Anm. der Red. Der Satz stand da so!)

Zunächst betrachten wir, dass das Kopieren von dpa-Nachrichten schlicht langweilig ist. Zwar sind einige Artikel selbstgemacht, die Werbung zu eigenen Events und Zeitschriften fällt hierunter, doch wenige Autoren wollen vor allem lieber selbst Hand anlegen.

Außerdem schrumpft die Tiefe von Artikeln zunehmend. Hierfür sorgen neue, benutzerangepasste Ansätze. Mit ihnen konzentrieren sich Autoren auf den wirklich wichtigen Kernsatz und müssen so nicht ellenlang und tief recherchieren.
Artikel lassen sich durch wiederholtes Rezitieren auch im allgemein empfundenen Wahrheitsgehalt steigern. Wiederhole Etwas solange, bis auch der dümmste Troll in den Kanon einsteigt.

Darüber hinaus überleben nur wenige Artikel den ersten Tag, denn 90 Prozent der Artikel bringen keinen Mehrwert. Da stellt sich automatisch die Frage, ob nicht der Beweis des wirtschaftlichen Erfolgs der Werbung an erster Stelle stehen sollte – eine Werbeanzeige muss man auch nicht korrektur lesen, die kommt fertig an und hat meist nur Bilder und einen Link.

Auch lassen sich die regulären Mitarbeiter oder sogar Externe zum Kopieren der Artikel heranziehen. Diese überprüfen beim Duplizieren nicht einen ganzen Arbeitstag den Artikel, sondern zum Beispiel bloß eine Stunde lang bestimmte Aussagen. Ein weiterer Vorteil: Es geht schneller und bald kann das eine KI übernehmen - durch Verwendung von leeren Floskeln.

Viele weitere Gründe sowie detailliertere Erläuterungen finden Interessierte leider nicht.

Bewerten
- +
Anzeige