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  • _headcrash

150 Beiträge seit 03.02.2017

Re: Was bedeutet das für private Homepages?

"Honypot für Datenkraken" lässt sich in diesem Zusammenhang nicht sachlich zuordnen. Bitte hier konkreter erklären, was gemeint ist.

Allein das Einbinden von Diensten gewerblicher Anbieter macht die eigene Homepage noch nicht gewerblich. Das erreicht man allein durch eine Gewinnerziehlungsabsicht, also z.B. geschaltete Werbung auf der Seite. Man kommt daher sehr schnell in die Situation, dass eine private Homepage doch gewerblich ist, ohne das man es wusste.

Aber nochmal: Allein das Einbinden von dritten Diensten ohne eine Gewinnbeteiligung macht die Homepage nicht gewerblich. Ist sie nicht gewerblich, fällt sie nicht unter die EU-DSGVO. Was Informationelle Selbstbestimmung ist, ist mir absolut ein Begriff.

Der Erwägensgrund Nr. 18 der EU-DSGVO ist hier eigentlich eindeutig, wenn es um rein private Hompages geht. (https://dsgvo-gesetz.de/erwaegungsgruende/nr-18/)

Eine Diskussion ob die Homepage wirklich privat ist oder nicht, die kann man führen, aber ob eine (dann tatsächlich) private Homepage von der EU-DSGVO und heute BDSG betroffen ist, das ist relativ klar. Nein!

Und zwar genau auch dann wenn man Dienste von Auftragsdatenverarbeitern verwendet. Diese wiederum müssen dann aber uneingeschränkt EU-DSGVO konform sein, das steht außer Frage. Nach aktuellem Sachstand sind die Dienste von Google bereits EU-DSGVO konform, auch wenn das vielen seltsam vor kommt und sich das kaum vorstellen können. Nutzt man sogar die gSuite Apps von Google (kostenpflichtig) kann man sogar als Unternehmen völlig BDSG und EU-DSGVO konform, heute schon als Unternehmen Kundendaten über Google Dienste verarbeiten. Ich weiß, dass ist gerade in Deutschland für viele kaum vorstellbar, wo doch Google definitiv böse ist, aber natürlich steht jedem der Klageweg frei, der es besser weiß.

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