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Re: Erfahrungen mit OpenBSD?

S.D.NONE schrieb am 10.10.2017 16:04:

Setzt das wer ein? Falls ja, wo? OpenBSD ist leider nicht für gute Performance bekannt, was leider die Anwendungsfälle weiter reduziert.

Ja. Eigentlich alles, was Infrastruktur ist. Schicht-3-Switches, VPN- bzw. Access-Router, eventuelle Proxys oder Application-Gateways. Seit 6.1 durchaus auch in Hyper-V-Virtualisierungsumgebungen. Sicher gibt es einzelne Anwendungen bessere Plattformen - aber je heterogener das Netzwerk wird, desto mehr Aufwand macht die Wartung. Und prinzipiell gibt es auch ein paar Sachen, die unter OpenBSD nennen wir es mal interessant gelöst sind (zum Beispiel das Blacklisten von Spammern per BGP statt RBL).

Irgendwann stand halt mal die Frage der Vereinheitlichung. Zuerst fiel FreeBSD raus, dann Gentoo, dann Debian. Grundsätzlich kann man mit OpenBSD fast alles erschlagen, was so auftritt - wenn man bereit ist, hin und wieder etwas Zeit in Sourcecode-Portierung zu stecken und tatsächlich auf fertige Pakete zu verzichten. Wenn du dir halt ein Spamfilter-Gateway unter OpenBSD aufgebaut hast, dann hast du wesentlich mehr über das Zusammenwirken der Komponenten (und nebenbei auch Amavis hassen) gelernt als wenn du im YAST ein paar Hacken gesetzt hast. Sicher, geht auch mit Gentoo - aber irgendwo hab ich mich in der BSD-Community wohler gefühlt, was sicher auch darauf zurückzuführen ist, daß man als alter Amiga-Freak dort mehr Wurzeln hatte.

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