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Re: hab mal ernsthaft gesucht - Repo-Chaos

charlemagne schrieb am 20.09.2017 13:11:

paco9 schrieb am 19.09.2017 23:11:

charlemagne schrieb am 19.09.2017 08:14:

Mit diesen Problemen habe ich in 2002 gekämpft. Heute sind sie praktisch verschwunden. LyX und TeXstudio funktionieren ohne Frickeln genauso problemlos wie LibreOffice.

Aber nur wenn man nicht vom Standard-Stil abweicht. Hat man durch Corporate Identity Stilvorgaben unterschiedliche Anforderungen geht da gar nichts mehr problemlos, weder in Word, LibreOffice noch Tex.

Bei meiner Corporation gab es QuickSilver (damals Interleaf). Der hatte brauchbare Vorlagen und bewältigte alles. Den gäbe es auch für Linux, doch privat wäre das Overkill.

Ist dann wohl so etwas wie Framemaker. Sicher, nette Idee, super Features. Aber auch nicht das Tool für alle Zwecke. Die ideale Schreib-Software gibt es leider nicht.

Scientific Word war auch so eine nette Idee. Hat sich auch nicht durchgesetzt.

So muss man dann einfach mit mehreren Tools leben und diese sinnvoll kombinieren. LaTex Source hat den Nachteil, dass man lange Formeln im Textcode schlecht überblicken kann. Hier ist LyX eine gute Hilfe. Zumindest für Draft-Papiere, wenn man mal schnell ein paar Formeln umstellen und damit experimentieren will.

Das ist teilweise sogar praktischer als auf Papier. Bei einer langen Herleitung muss man immer wieder Formelfragmente abschreiben, umstellen etc. Mit copy&paste geht das in LyX sehr flott und bleibt dabei noch übersichtlich.

Eben nicht. Z.B. pdflatex meldet:

! LaTeX Error: File `dsfont.sty' not found. Type X to quit or <RETURN> to proceed, or enter new name. (Default extension: sty) Enter file name:


Ich suche nicht lange sondern rufe zypper wie folgt auf und der installiert das Paket:

erlangen:~ # zypper in tex'(dsfont.sty)' The following 3 NEW packages are going to be installed: texlive-doublestroke texlive-doublestroke-doc texlive-doublestroke-fonts The following recommended package was automatically selected: texlive-doublestroke-doc erlangen:~ #

Naja, aber man muss sich eben für jedes fehlende Paket durch diese Fehlermeldung hangeln. Neu kompilieren, wieder Fehler, wieder nachinstallieren. Echt lästig. Ich hatte das bei einem komplexen Dokument fast 20-fach durchlaufen und habe dann entnervt aufgegeben und Windows/Miktex wieder angeworfen.

Kein Suchen, kein Durchforsten und keine Verwirrung. Einfach kopieren und Einfügen. Diese kleine Unbequemlichkeit nehme ich gerne in Kauf wenn ich openSUSE verwenden kann.

... bis ich dann herausgefunden habe, dass auch Miktex gut unter Suse läuft, unter wine. Nur das erste Setup lief nicht. Man muss erstmal auf einer Windows-Kiste installieren und dann die miktex-dateien einfach nach Linux herüberkopieren. Dann läuft es, auch der Miktex-Paketmanger, die on-the-fly Paketautomatik. Sogar Texniccenter und der PDFxchange Reader.

Kleine Texte, Notizen, Drafts etc. schreibe ich gerne mit Office. Alleine von der Handhabung praktischer wenn man nur eine Datei hat statt ein ganzer Verzeichnisbaum von Tex-Dateien (Haupt-Dokument, includes, styles, Logfiles, PDF-Output etc.).

Microsoft Office und verwandte Programme kann ich nicht ausstehen. Ein aufgeräumter LateX-Ordner mit ein paar eigenen Klassen und Styles ist ziemlich praktisch.

Ja, praktisch, wenn man ein großes Werk erstellt, z.B. ein Buch.

Aber unpraktisch, wenn man viele Memos organisieren will. Da ist es besser, eine Datei, ein Memo. Wenn man für jedes Mini-Dokument gleich einen komplettes Latex-Verzeichnisbaum erstellen muss wird es schnell unübersichtlich. Vor allem wenn man Verzeichnisbäume thematisch strukturiert. Datei - Dokument, Verzeichnis - Themensammlung. So organisiere ich das.

Deswegen nehme ich für kleine Latex-Dokumente, also vor allem kleine Drafts von ein paar Seiten, z.B. eine Herleitung, gerne LyX. Da hat man auch nur ein File pro Dokument.

Ein Tex-File pro Dokument ist leider nicht realistisch. Spätestens beim Compilieren liegen gleich duzende Temporär und Logfiles im Verzeichnis.

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