Avatar von paco9
  • paco9

mehr als 1000 Beiträge seit 05.09.2004

langfristiger störungsfreier Betrieb

charlemagne schrieb am 13.09.2017 09:07:

paco9 schrieb am 12.09.2017 18:15:

Die Homepage scheint chronisch chaotisch und veraltet zu sein.
Auf https://de.opensuse.org/Portal:Distribution wird die Version 42.1 als die aktuelle bezeichnet.

Auf dieser Seite lese ich:

"Die neueste der schon zahlreich erschienenen Versionen ist openSUSE Leap 42.3. Diese kommt ebenfalls wieder mit vielen neuen Funktionen und massiv verbesserten Versionen aller nützlichen Server- und Desktop-Anwendungen daher."

Oh ja, bis zum "Kleingedruckten" bin ich nicht gekommen. Optisch auffällig bei "aktuelle Version" steht aber 42.1. Ist mir auch an vielen anderen ziemlich prominenten Stellen aufgefallen, dass nicht nachgezogen wird. Bei externen Repos noch schlimmer. Die "VirtualBox" hat noch immer das 13.2 Repo als aktuell, eine frühe 42'er nur als Symlink darauf. Naja, zumindest läuft das alte Paket auch so.

Dabei sind dafür schon längst Repos gelöscht worden http://download.opensuse.org/distribution/leap/42.1/repo/non-oss/ ist schon nicht mehr da. Wie kann man nur so frühzeitig die Paketquellen löschen. Es gibt noch viele Maschinen die auf 42.1 laufen und die man nicht unbedingt neu aufsetzen möchte.

Hier findest du alles: https://de.opensuse.org/Produktlebensdauer

Wenn du die Repos darüber hinaus benötigst fertigst du einfach einen Mirror an.

Naja, halte ich aber für ziemlich überzogen, 6 Monate nachdem eine neue Version rauskommt die alte gleich zu eleminieren.

Gut, die Enterprise-Variante hat long-term Support. Das kann man bei Firmenservern machen. Aber bei privaten Servern lohnt sich das nicht. Und dann nervt es einfach wenn das Repo plötzlich weg ist. Man installiert doch nicht ständig seine Server neu, ziemlich lästig und auch noch richtig viel Arbeit wenn man viel selbst angepasst und konfiguriert hat.

Unter Support einstellen verstehe ich normalerweise, dass es keine Weiterentwicklung gibt, dass Updates eingestellt werden. Aber nicht, dass man Installationen quasi unbrauchbar macht. Wenn das Repo weg ist kann man keine Pakete nachinstallieren, und schlimmer noch, wenn man eins aus anderen Quellen nachinstalliert hagelt es massenhaft unaufgelöste Dependencies.

Der elegantere Weg wäre es, die alten Distributionen einfach so auf dem Server/Mirror zu belassen. Man könnte auch die ULRs meinetwegen noch umleiten, auf Archiv-Server etc.

Leider wird einem die eigenständige Sicherung aller Repos einer bestimmten älteren Distribution extrem dadurch erschwert, dass sie nicht in einem Subdirectory "repos/42.1" oder so verweilt, sondern weil die Versionen kunterbunt über alle thematischen Dirs und Subdirs verteilt sind.

Früher was das nicht so schlimm. Da konnte man eine Kiste ruhig mal ein paar Jahre laufen lassen, ohne dass ständig Repositories verschwinden und der zypper-updater ein Feuerwerk von roten Fehlermeldungen produziert.

Mal eben neu aufsetzen ist auch nicht leicht. Es ist mir schon oft passiert, dass dann bestimmte Software nicht mehr lief, neue Inkompabilitäten entstanden, frühere packages nicht mehr zur Verfügung standen, sich APIs plötzlich anders verhalten etc.

Naja, will man so Linux populär machen? Ich setze doch gerade auf Linux wegen seiner Stabilität, weil ich Server einfach nur jahrelang laufen lassen will ohne ständig daran rumzuschrauben.

Gibt es keine alten Unix-Hasen mehr? Es ist in dieser Welt völlig normal, dass ein Server mal ein Jahr lang komplett durchläuft, ohne Reboot, ohne Absturz, ohne Hackerattacken, ohne ständige Softwaretauschaktionen ...

Wenn man schon bei Suse nicht in der Lage ist, die Pakete längerfristig vorzuhalten sollte man es zumindest irgendwie organisieren, dass Dritte es können. Die Festplattenkosten dafür sind Peanuts. So groß sind die Repos auch wieder nicht. Leider wirken sich die Löschaktionen bei Suse direkt per rsync auf alle Mirror aus. Ich kenne keine einzige Quelle, die noch meine älteren Server bedienen könnte. Dabei wäre es so einfach, die Repo-Archive nach Distributions-Nummern auf Verzeichnisse zu verteilen. So dass jeder Mirror einfach selbst entscheiden könnte, ob er nur "den neuesten Hotstuff" haben will, oder auch die älteren Archive mitspiegeln will.

Bewerten
- +
Anzeige