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  • Sarkasmaus

550 Beiträge seit 16.08.2017

Re: Hollywood Hacking?

O/4 schrieb am 14.09.2017 10:48:

(es muss nicht immer Telemedizin sein).

Telemedizin ist auch ziemlich irreal. Die durchschnittliche Zeit die sich ein Arzt ein CT/Röntgen/MR-Bild anschaut liegt im Sekunden-Bereich. Da werden keine viertelstündlichen (oder längere) Telekonferenzen zu einzelnen Patienten zwischen mehreren Ärzten abgehalten. Das könnten sich Krankenhäuser garnicht leisten. Allein die Zeit um das headset aufzusetzen und den Datensatz zu laden ist länger als die meisten Befundungen.

Die allermeisten Krankheitsbilder sind 'standard' (sprich: die Diagnostik ist auf den ersten Blick klar - meist sogar schon vor der Bildgebung anhand der Anamnese und man will nur noch den Ort eingrenzen). d.h. Telemedizin macht nur für den ganz kleinen Bruchteil atypischer Fälle Sinn.

Bei wirklich schwierigen Fällen wird nicht ein externer Arzt angerufen um dem Chirurgen vor Ort Rat zu geben sondern der Patient muss sowieso zum Spezialisten verlegt werden (oder der Spezialist wird vom Krankenhaus angefordert) - also auch kein Einsatzfeld für Telemedizin.

Telechirurgie ist noch viel mehr irreal wegen Netzwerk-lag zwischen operierendem Arzt und Chirurgieroboter (Das ist völlig unabhängig von der Rechenpower auf beiden Seiten). Hat man alles schonmal probiert.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (14.09.2017 12:15).

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