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  • ZweiCentMeinung

472 Beiträge seit 26.01.2018

Später: Zugriffssperre auf eigene sichere Unternehmensdaten (durch Anbieter)

Ich hoffe die Firmen machen sich auch jeweils Gedanken,
wie Sie die Daten jeweils von den Cloud-Anbietern wieder bekommen
können, wenn es ungünstige gesetzliche Entwicklungen in einigen Ländern
geben sollte und wie schnell Sie dann die Daten wiederkriegen
unter Berücksichtigung der jeweiligen Bandbreiten Beschränkung (*). Und
die Firmen zur Not auch auf die Idee kommen, Daten, die bei einem Cloud-Anbieter liegen, auch noch woanders gesichert zu haben.

Man denke nur an die Amazon-Trucks mit den ganzen Festplatten, soll heißen
für das Speichern von Daten in einer Cloud, haben sich einige Cloud-Anbieter Gedanken gemacht, wie man trotz unzureichender Bandbreite, in "recht kurzer Zeit" mehr (fremde) Daten in die eigene Cloud bekommt. Ob Amazon diese Trucks - in einem Falle, in dem eine Firma seine Daten wieder aus der Cloud raushaben möchte - auch für den umgekehrten Weg zur Verfügung stellt? Wenn man nur die Daten in der Cloud gelöscht haben möchte, so könnte
das recht schnell gehen, wenn man die Daten aber woanders speichern möchte, und die Daten nicht noch woanders gesichert sind, hat man unter Umständen ein kleines Problem. Da reicht eine sichere Ablage in der Cloud nicht aus, wenn durch eine Gesetzesänderung (z.B. Sanktionen)
dem Cloud-Anbieter verboten wird, einer Firma, die Ihre Daten in der Cloud hat, den Zugriff auf Ihre Daten zu gewähren.

Ist im Falle von Amerika zur Zeit recht unwahrscheinlich, dass Amazon für eine internationale/europäische Firma den Zugriff auf Ihre Cloud-Daten - durch eine Gesetzesänderung in Amerika (Sanktionen?) - einfach sperren würde/muss, zumindest in der jetzigen Situation. An dieser Stelle sollte man aber vielleicht
überlegen, ob so etwas jetzt nicht um einiges wahrscheinlicher ist, als vor der letzten Präsidentschaftswahl in Amerika?

Es kommt in solchen Fällen - Speichern von Daten in der Cloud - letztlich darauf an, wo die "Cloud" steht ;-) bzw. die Rechner (Server), die der entsprechenden Cloud Speicher und Rechenkapazitäten spendieren, stehen.

Der unberechtigte Zugriff auf Cloud-Daten durch Unbefugte ist das Eine, aber - sofern die Datenspeicher der Cloud im Ausland stehen -
hat man - wie jetzt auch (bei nicht Inhouse-Speicherung der Daten) - ein kleines weiteres Problem. Dagegen wirken geht nur - wenn
man die Daten extern speichert - durch Redundanz, d.h. entweder die gleichen Daten bei mehreren Anbietern oder durch zusätzliches
Inhouse-Backup oder man - im Falle von (internationalen) Firmen mit Kundendaten - sorgt dafür, dass die Kundendaten jeweils in Clouds
liegen, deren Datenspeicher (und Rechenkapazitäten) in den gleichen Ländern gespeichert sind, wo die Kunden leben, d.h.
z.B. britischer Kunde, dann Speicherort auf der Insel, falls amerikanischer Kunde, dann Amerika (bzw. NSA ;-) ) etc.,

Man sollte sich - als Unternehmen - die Frage stellen, ob man zwar die Cloud-Software eines Anbieters verwenden möchte, aber
ansonsten lieber die Cloud selber betreiben möchte.

(*) Es werden zwar schon sehr lange Daten extern verarbeitet und z.B. auch länger archiviert, nur im Zuge des Cloud-Hypes werden es immer mehr Daten, die man im Zuge durch die Verlagerung in eine Cloud, auslagern möchte
(das viele Firmen ihre IT und andere Unternehmensteile Outsourcen wirkt dem nicht unbedingt entgegen...), das Verschieben der Daten in die Cloud ist in vielen Fällen unter Umständen nur ein Vorwand, um damit Teile eines Unternehmens outzusourcen (wenn man fast keine eigenen Server mehr hat, hat man die Administration der "anderen" Server an den jeweiligen Cloud-Anbieter outgesourced...).

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