IFA

3D-Modelle mit Handy und Kompaktkamera

Rundumansichten von kleineren Objekten erstellt der preiswerte EASYMO!-Scantisch von Scanbull, der als Bildaufnehmer und Steuereinheit ein Fotohandy verwendet.

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Von
  • Carsten Meyer

Der Scanner-Hersteller Scanbull zeigt auf der IFA in Halle 15.1/119 seinen 348 Euro teuren 3D-Scantisch EASYMO! als Messeneuheit, der mit einem Foto-Handy als Bildaufnehmer und der zugehörigen Software 3D-Objekte erstellt. Nach dem Scan aus (bis zu) hunderten von Einzelbildern, bei dem der bis zu 10 kg schwere Gegenstand automatisch auf dem Scanteller gedreht wird, kann das erstellte 3D-Objekt auf dem Handy-Display "angefasst" und gedreht werden. Natürlich sind die im Bluescreen-Verfahren freigestellten 3D-Objekte auch auf dem PC oder für Internet-Anwendungen (Flash-Animationen) verwendbar. Das Gerät lässt sich auf handliche 8 × 41 × 39 cm zusammenklappen.

Die (im EASYMO!-Paket nicht enthaltene) PC-Software 3D-Scanware 3.8 des Herstellers kann von den 360°-Fotografien auch Drahtmodelle anfertigen, die mit eigenen Texturen belegt werden können. Im Angebot sind auch Systeme (ScanBook) mit passenden Leuchten für Kompakt- und Spiegelreflexkameras, die aber von einem PC ferngesteuert werden müssen. Die ganz großen Systeme des Herstellers mit Schwerlast-Drehteller und 3-kW-Schrittmotor kommen dann aber auch leicht auf 30.000 Euro und mehr. Die Anlagen lassen sich mit einem Testmotiv für fotometrische Zwecke bis zu einer Genauigkeit von wenigen Mikrometern kalibrieren. (cm)